Cannelloni Spinat-Ricotta

Cannelloni mit Spinat und Ricotta gefüllt
Cannelloni mit Spinat und Ricotta gefüllt

Hier kommt ein sehr einfaches und dennoch schmackhaftes Rezept für leckere Cannelloni aus dem Ofen. Leider muss man ein bisschen Zeit mitbringen, da die Füllung zunächst wieder auf Raumtemperatur abkühlen muss, bevor sie in die Nudelröhren gefüllt werden kann.

Wir beginnen also mit der Spinatfüllung. Hierzu werden die Zwiebel sowie die Knoblauchzehen in feine Würfel geschnitten und anschließend in einem großen Topf in einem Viertel der Butter bei mittlerer Hitze angedünstet, bis der Knoblauch aromatisch duftet. Den Spinat dazugeben, direkt einen Deckel auflegen und den Spinat zusammenfallen lassen. Den Herd ausschalten und den Spinat zehn Minuten stehen lassen. Dann den Ricotta hinzu geben und die Mischung mit Salz und Pfeffer sowie reichlich Muskatnuss nach Geschmack würzen. Anschließend die Füllung weiter mindestens auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Erst dann kann die Spinat-Ricotta-Mischung in die Nudeln gefüllt werden. Am besten die Nudeln aufrecht in die Auflaufform stellen und mit einem kleinen Löffel die Füllung in die Röhren füllen bzw. streichen. Dann erst legen und je nach Größe der Form schichten. Den Backofen bereits auf 190°C Umluft vorheizen.

Jetzt brauchen wir nur noch eine helle Bechamel herstellen. Dafür die Butter im kleineren Topf zerlassen, Mehl hinzugeben und kurz anschwitzen. Bei mittlerer Hitze die Gemüsebrühe hinzugeben, mit einem Schneebesen klümpchenfrei rühren und aufkochen lassen. Dann die Milch hinzufügen und die Soße erneut aufkochen lassen. Mit Salz und nach Belieben noch etwas Muskatnuss abschmecken. Da sich die ungekochten Nudeln der Flüssigkeit und des Salzes der Soße bemächtigen sollte diese ruhig kräftig gewürzt sein.

Die Soße über die Nudeln geben, sie sollten knapp aber komplett bedeckt sein und direkt mit dem geriebenen Käse bestreuen. Die Auflaufform in den Ofen stellen und in ca. 35-40 Minuten zu goldbrauner Perfektion backen. Nach dem Entnehmen aus dem Ofen die Cannelloni mindestens noch fünf Minuten stehen lassen, bevor sie auf Teller verteilt werden… auch wenn das vielleicht beim diesem Duft schwerfällt! 😉

Brokkoli-Schinken-Quiche

Brokkoli-Schinken-Quiche
Brokkoli-Schinken-Quiche

Nachdem wir uns in der letzten Zeit – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Temperaturen – vermehrt süßen Leckereien und Eis gewidmet haben,  ist es auch mal wieder an der Zeit für ein herzhaftes Rezept. Ein Blick durch die Gemüseabteilung unseres Vertrauens und die Entscheidung fiel auf einen schönen, frischen Brokkoli, den wir mit etwas Schinken in einer Quiche veredelt haben. Der Schinken bringt dabei eine schöne salzig-würzige Note in die Brokkoli-Schinken-Quiche, kann aber natürlich für Vegetarier auch einfach weg gelassen werden.

Der Quicheteig: Aus Mehl, Butter, einem Ei und etwas Salz einen Teig erstellen und diesen ca. 1 Stunde in Klarsichtfolie gewickelt im Kühlschrank ruhen lassen. Nach dem Ruhen den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen und auf die Tarteform übertragen. Nun den Teig mit einer Gabel einpieksen und nochmals für 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Im vorgeheizten Backofen nun den Quicheboden bei 190° C blindbacken. Anschließend werden die Backerbsen und das Backpapier entfernt und der Boden mit Quirlei eingestrichen. Nach weiteren 5 Minuten im Backofen ist der Boden goldgelb und es kann mit der Füllung weitergehen.

Brokkoli in Röschen schneiden und diese 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Den Schinkenspeck in  Streifen schneiden und anschließend in der Pfanne zunächst das Fett auslassen und dann goldbraun braten. Schinkenspeck und Brokkoli auf dem Quicheboden verteilen. 3 Eier und 200 ml Sahne vermischen und würzen (mit Salt, Pfeffer und Muskat) und anschließend die Eisahne über Brokkoli und Schinken gießen. Nach Belieben mit etwas Gruyère und abschließend ein wenig Paprikapulver bestreuen und dann für 30 Minuten bei 150° C backen. Fertig ist die Brokkoli-Schinken-Quiche.

Die Quiche frisch aus dem Ofen
Die Quiche frisch aus dem Ofen

Toastabags – Sandwich-Beutel

Ein Toastabag
Ein Toastabag

Während unseres Amsterdam-Trips im Oktober 2013 sind wir auf eine Produktinnovation aufmerksam geworden, die einfach aus einem käseverrückten Land wie den Niederlanden stammen muss… 🙂 Bei den Toastabags handelt sich um teflonbeschichtete Gewebe-Beutel der Firma BOSKA, in denen ein Käse-Sandwich Platz finden soll, welches dann ohne fettige Finger und Käsereste im Toaster zubereitet werden kann, und das je Beutel angeblich auch noch bis zu 50 Mal. Wir waren, um ganz ehrlich zu sein, sehr skeptisch und haben dennoch zugeschlagen und einen Satz mit drei Beuteln gekauft und über die Grenze geschmuggelt.

Zuhause angekommen haben wir uns für ein klassisches Käse-(Paprika-)Salami-Toast entschieden. Hier gesellt sich zum weichen Käse zusätzlich das Fett der warmen Salami, somit die maximale Herausforderung für die kleinen Beutelchen. Das erste kleine Problem gab es dann beim Hineinschieben des konfektionierten Toasts in den Beutel, denn die deutschen Scheiben Sandwichtoast sind deutlich dicker als die in den Niederlanden handelsüblichen tuffigen Weiß- oder „Vollkorn“-Brote. Daher muss man schon etwas nachhelfen, damit alles in die Hüllen passt. Das Einführen in unseren normalen Toaster (kein spezieller Sandwich- und oder Langschlitz-Toaster) hingegen funktionierte sehr einfach, beim Herunterdrücken bzw. Anschalten des Toasters muss man die Sandwiches zwar etwas nachführen, aber das ist kein Problem.

Das größte Problem war es, die richtige Stufe für die Bräunung zu wählen. Der erste Versuch wurde deutlich zu dunkel, weil wir davon ausgingen, dass die Beutel eher etwas Hitze reflektieren werden und daher eine zu hohe Stufe ausgewählt haben. Doch aufgrund der Dicke des Sandwiches und der Struktur des Gewebes ist es sinnvoll eine sehr geringe Stufe am Toaster auszuwählen. Das Ergebnis überzeugte uns, weder wurden die Sandwiches durch an den Taschen kondensierenden Wasserdampf weich oder matschig, noch lief Fett oder Käse aus den Taschen aus. Gewebestärke und -dichte wurden offensichtlich genau richtig gewählt, um optimale Ergebnisse bei der Zubereitung zu erhalten. Wir können die tollen Beutel bis hier hin also nur wärmstens empfehlen!

Wie viele Sachen haben aber auch die Toastabags einen Pferdefuß: die versprochene leichte Reinigung in der Spülmaschine ist nicht realisierbar. Werden die Taschen wie vorgeschlagen auf die Tellerhaltern im oberen Fach aufgezogen, werden sie genau so schnell vom Wasserdruck auch wieder davon abgestreift. Daher kamen unsere Beutel nach dem ersten Waschgang nicht annähernd sauber aus der Maschine. Von Hand sieht das Ergebnis schon besser aus, vielleicht funktioniert das Ganze auch mit einer Wäscheklammer oder Ähnlichem zum Feststecken auf den Tellerhaltern. Falls jemand von euch bereits Erfahrungen oder Anmerkungen bezüglich der Reinigung hat… bitte schreibt uns hier einen Kommentar!