Rom: Trastevere Food-Tour

eating_italyWenn Foodies reisen, dann wird das Internet vorab durchforstet, was das Zeug hält: Yelp Eselsohren werden gespeichert, Facebook-Seiten geliked und alle möglichen Anthony Bourdain Folgen zu Stadt oder Region durchforstet. Zumindest sehen unsere Reisevorbereitungen durchaus so aus. Uns läuft quasi bereits Wochen vor der Abreise das Wasser im Mund zusammen. Meist landen dabei auch deutlich mehr Restaurants und Cafés auf unserer Liste, als wir wirklich besuchen können, man will ja vorbereitet sein! 😉

Für Rom haben wir unsere Foodie-Leidenschaft um ein Vielfaches verstärkt ausleben können, denn wir haben dank EATING ITALY gleich eine ganze Food-Tour durch Trastevere, ein aufstrebendes Viertel abseits des regulären Touristenstroms, machen können. Es war wirklich köstlich und wir haben gleich noch eine Menge über Produzenten und Produkte gelernt. 🙂

Sebastiana, gebürtige Sizilianerin, in den USA aufgewachsen, zeitweise in Barcelona gelebt und Gründungsmitglied der EATING ITALY TOURS ROME empfing uns in einem kleinen verschlafenen Café mitten in Trastevere, abseits der üblichen Attraktionen und Reisebusse. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde (neben uns eine Familie aus Mill Valley/San Francisco, ein Paar samt Freundin aus Toronto und eine weitere Freundin aus London) mussten wir alle DAS italienische Gericht benennen, das wir auf eine einsame Insel mitnehmen würden… bei mir ganz klar Pasta Carbonara!

Frühstück

Nach der Vorstellungsrunde hatten wir gerade einmal einen Weg von ca. zwei Metern zurück zu legen bis zu unserer ersten Station: die PASTICCERIA TRASTEVERE. Als Frühstücks-Nation sind die Italiener ja nicht so berühmt. Eine Tasse Kaffee und ein meist süßes Gebäckstück müssen reichen. Daher gab es hier zum Auftakt traumhaft luftige Bignés mit Zabaglione-Füllung. Aber auch Cornettos und Kekse aller Art findet man hier. Wer es noch nicht weiß: in Italien zahlt man Gebäck in der Regel nicht nach Stück, sondern nach Gewicht…

Die Bignés waren jedenfalls ein perfekter süßer Start in unsere Food-Tour.

PASTICCERIA TRASTEVERE
Via Natale del Grande, 49
yelp

Käse

Weiter ging es… zur nächsten Kreuzung und einmal rein in den nächsten Laden. Die ANTICA CACIARA ist ein wunderschöner kleiner, familiengeführter Laden, der neben Käse und Wurst auch alles im Angebot hat, was das italienische Herz begehrt: Pasta, Wein, Öl, … Warum also in große Supermärkte fahren, wenn man alles in der Nachbarschaft hat und der Verkäufer einem sogar noch die Namen der Schafe nennen kann, von denen der Käse stammt. Ja genau das ist hier der Fall, denn der verkaufte Pecorino Romano stammt tatsächlich von den Schafen des eigenen Bruders.

Hier durften wir zwei Käsesorten gegeneinander testen:

  • Parmesan, oder besser Parmigiano Reggiano
  • Pecorino

Was mir bis dahin auch nicht ganz klar war: wir Deutschen reiben ja immer gerne Parmesan über unsere Pasta – die Römer nehmen selber lieber Pecorino, da dieser salziger ist. Der geschmacklich intensivere aber auch deutlich teurere Parmesan wird dagegen lieber am Stück zu einem Glas Wein genascht.

ANTICA CACIARA
Via di San Francesco a Ripa, 140
yelp

Supplì

Kaum aus der Tür heraus und nochmal gefühlte 3 Schritte weiter gab es dann den ersten Mittagssnack – und diesen ganz stilecht auf die Hand. Supplì (und ihre größeren Verwandten, die Arancini) sind bei uns nicht wirklich sonderlich bekannt. Ich selbst hab sie auch erst vor ein paar Jahren in der Toskana das erste mal probiert. Arancini sind die sizilianische Variante der gefüllten Bällchen aus Risotto, die mit einem Ragu oder Käse gefüllt und in einer Panade frittiert werden. Bei den Supplì handelt es sich um einen Reis, der bereits mit Sugo gekocht bzw. vermischt wird. In der Mitte des Bällchens findet sich zudem noch ein Kern aus Mozzarella (durch das Frittieren schön angeschmolzen). Mein absolutes Highlight auf dieser Tour, denn ich liebe Käse und der Reis war wunderbar fruchtig durch die Tomatensauce.

I SUPPLÌ
Via di San Francesco a Ripa, 137
yelp

Porcchetta

Was bisher auf unserer Speisekarte noch fehlte: ganz klar Fleisch! 😀 Dem hat Sebastiana aber dann auch gleich in der ANTICA NORCINERIA mit einem Porchetta-Sandwich Abhilfe geschafft. Wunderbar saftiger Spießbraten, der hauchdünn geschnitten auf einer Pizza Bianca (weiße Pizza, ohne Tomatensauce, nur mit Olivenöl und Salz bestrichen) serviert wurde. Die Mehrheit unserer Gruppe kürte diesen Stopp auch zum Highlight der Tour mit insgesamt vier Stimmen (man bedenke: drei Personen haben kein Fleisch gegessen…). Der Braten wird auch tatsächlich von der ANTICA NORCINERIA selbst gemacht: gewürzt und 6 Stunden über dem Holzkohlefeuer langsam gegrillt. Da schmeckt man die gute Qualität des Fleisches und die gute Zubereitung. Wahnsinnig lecker!

ANTICA NORCINERIA
Via Natale del Grande, 16

Obst & Schinken

Nächster Halt: Markt. Mitten in Trastevere findet sich ein kleiner Nachbarschaftsmarkt, dessen Stände bereits seit mehreren Generationen in den Händen der selben Familien sind. So konnten wir auf dem MERCATO DI SAN COSIMATO gleich drei Generationen einer Händler-Familie begrüßen und uns von ihnen mit etwas Obst und Schinken verwöhnen lassen. Zu den Obstspießen aus Melone und Erdbeere wurden uns zwei Schinken gereicht:

  • Prosciutto di Parma (der Klassiker)
  • Prosciutto di Bassiano (aus der Region Latium rund um Rom)

In der Kombination, aber auch einzeln absolut lecker. Kleine Anekdote am Rande: Unsere Mitfutternden aus Toronto waren mehr als schockiert, dass der Marktstand nebenan doch tatsächlich Pferdefleisch verkaufte. Für uns als Rheinländer, die zumindest die Tradition des Sauerbratens aus Pferdefleisch kennen, kein wirklicher Schock. Doch es war lustig, dies mit anzusehen und zu hören… 😉

SAN COSIMATO MARKET
Piazza di San Cosimato

Eis

Nach der ganzen Futterei wurde es dann auch endlich einmal Zeit für eine kleine Verschnaufpause: ein Eis musste her. Denn Eis geht ja bekanntlich immer und in Italien – so Sebastiana – durchaus auch zwei mal am Tag.

Sebastiana machte mit uns einen kleinen Exkurs in die Eiskunde, denn nicht überall gibt es gutes bzw. „echtes“ Eis. Viele Gastronomen rühren ihr Eis nur aus Pülverchen an und stellen somit kein ECHTES Eis mehr her. Auch in Italien gibt es hier durchaus Beispiele für. Aber es gibt zwei Eissorten, an denen man gut erkennen kann, ob das Eis handgemacht oder mit Zusatzstoffen versehen ist:

  1. Pistazie: ist nie giftgrün sondern eher bräunlich-grün mit einem eher erdigen Ton. So wie Pistazien eben aussehen. Wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich garnicht, ob ich in Deutschland schonmal „echtes“ Pistazieneis gegessen habe. Ich glaube, ich kann mich hauptsächlich an grünes Eis erinnern, das mir nichtmal schmeckt. Aber hier bin ich wirklich ein Fan von Pistazieneis geworden.
  2. Banane: sind nicht gelb, denn wir essen ja nicht die Schale, sondern nur das, was sich darunter verbirgt… entsprechend ist das Eis auch eher bräunlich, denn es werden sehr reife Bananen für die Zubereitung verwendet.

Bei FATAMORGANA haben wir neben den Klassikern auch eher ungewöhnliche Eis-Kompositionen ausprobieren können. Und es hat sich wahrlich gelohnt.

Ich hatte: Basilikum, Walnuss, Honig und Zimt
Sven hatte: Weiße Mandel und Melone

FATAMORGANA
div. Standorte
Homepage

Wein & Pasta

Nach einem etwas längerem Spaziergang sind wir dann mehr oder weniger erneut hungrig in einer Weinbar eingekehrt. Zunächst wurden wir in den Weinkeller geführt, der mehr als 12.000 Flaschen Wein beherbergt. Dort gab es eine kurze Einführung durch die beiden Schwestern Ferrara, die seit über 25 Jahren ihre Gäste kulinarisch verwöhnen ohne ihre Bodenständigkeit zu verlieren.

Und dann war nach den ganzen Snacks endlich Zeit für das Mittagessen! 🙂 Wir bekamen wunderbare selbstgemachte Pasta: Trofie liguri mit Pesto Genovese, Tonnarelli Cacio e Pepe, Ravioli con Ricotta. Während die beiden ungefüllten Nudeln trotz der Einfachheit der Zubereitung durch die Qualität der Zutaten bestachen, waren die gefüllten, mit einer wunderbar ausgewogenen Tomatensoße servierten Ravioli ein absoluter Traum. Noch nie haben wir eine solche fluffige und zart schmelzende Füllung in einer Nudel essen dürfen. Das Spiel von Säure und Süße in der Soße harmonierte bestens zur Pasta. Einfachheit sticht auch hier Chichi. Dazu wurden – ebenfalls ganz bodenständig – der „Hauswein“ in Weiß und Rot sowie Wasser serviert.

ENOTECA FERRARA
Piazza Trilussa, 41
Homepage

Kekse

Vollkommen glücklich und zufrieden rollten wir uns dann noch in eine Backstube, in der in einem monströsen, die Dimensionen des kleinen Ladens eigentlich sprengenden Backofen (oder besser Backstraße) köstliche Kleingebäcke produziert. Frisch aus dem Ofen durften wir dann Brutti e Buoni, eine in ganz Mittelitalien sehr beliebte Nußmakrone mit etwas unförmiger Optik (daher der Name) und Zitronenkekse mit Aprikosenfüllung probieren. Beide sehr lecker… 😛

BISCOTTIFICIO ARTIGIANO INNOCENTI
Via della Luce, 21

Dessert

Der Abschluss der Tour war dann noch eine römische Abwandlung der Creme brulee in einem Restaurant namens Spirito di Vino, in dessen Gemäuern bereits vor 2000 Jahren eine jüdische Synagoge beheimatet war und das zu den Gründungsvätern der Slow Food Bewegung gehört. Auf dem Niveau des ehemaligen Erdgeschosses befindet sich heute ein großer Weinkeller mit feuchtem aber überaus konstantem Klima. Zum Schutz vor Überschwemmungen wurde das Straßenniveau über die Jahrhunderte immer weiter angehoben, was an den verschiedenen Schichten Mauerwerk im heutigen Keller ablesbar wird. Ein überaus interessantes Stück römischer Geschichte, das den Nachtisch leider überstrahlte.

SPIRITO DI VINO
Via dei Genovesi, 31 a/b
Homepage

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Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke

Wenn draußen so langsam wieder wärmer wird, ist es natürlich auch erneut Zeit für unsere erfrischenden Eis am Stiel Kreationen. Dann freue ich mich auch auf laue Abende auf der Terrasse mit einem Glas leckeren Gin Tonic. Was liegt also näher als Beides miteinander zu kombinieren?!?

Mit dem Aufstieg des Gin zu einem absoluten In-Getränk in den letzten Jahren (endlich auch in Deutschland), hat sich auch in Sachen Vielfalt und Geschmacksnuancen einiges getan… Meine persönlichen Favoriten sind die eher frischen Vertreter der Zunft, wie der Hendrick’s mit seinem tollen Gurkenaroma oder die stärkeren Zitrusnoten eines Larios 12 oder The Botanist. Erstgenannter ist in Kombination mit etwas Salatgurke auch als Eis ein sehr guter Begleiter für den Feierabend im Gartenstuhl.

Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke
Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke

Los geht es mit der Herstellung einer kleinen Menge Sirup, denn ganz ohne Einsatz von Zucker fehlt mir das passende Mundgefühl. Für den Sirup den Zucker mit den 150 ml Wasser und der Limettenschale aufkochen und anschließend wieder abkühlen lassen. Vor der weiteren Verwendung die Schale der Limette entfernen und anschließend mit den übrigen Zutaten kurz verrühren. Die Mischung in die Eisformen abfüllen und pro Eis zwei oder drei dünne Scheiben Gurke hinzufügen.

Mindestens 24 Stunden durchfrieren lassen, durch den Alkohol im Eis friert es nicht ganz so gut wie gewohnt und schmilzt etwas schneller.

 

Eis am Stiel: Wassermelone-Gurke

Eis am Stiel: Wassermelone-Gurke
Eis am Stiel: Wassermelone-Gurke

Bei der Hitze bin ich über jede noch so kleine Erfrischung wirklich dankbar und da es bei uns im Büro saunaartige Temperaturen angenommen hat, habe ich für diese heißeste Woche des Jahres einfach mal für etwas eiskalte Erfrischung in Form von Eis am Stiel gesorgt – was sollte es von mir auch anderes geben? 😉

Da ich mal was Neues ausprobieren wollte, um unser Repertoir weiter auszubauen, habe ich mich für ein Eis mit Wassermelone-Gurke entschieden, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob diese Geschmacksrichtung bei meinen Kollegen überhaupt irgend einen Anklang finden würde…

Los geht es wie üblich mit dem Zuckersirup. Da Wassermelone ja bereits einen hohe Wasseranteil hat, habe ich hier die Wassermenge etwas reduziert und dieses mit Zucker aufkochen lassen. Während der Zuckersirup abkühlte ging es dann auch gleich weiter mit der Wassermelone. Das Fruchtfleisch aus der Melone lösen – falls ihr eine mit Kernen erwischt habt, die Kerne noch entfernen – und die Melonenstücke schonmal in den Mixer geben. Die Gurke wird geschält, längs halbiert und das Kerngehäuse entfernt. Ebenfalls in Stücke schneiden und zur Melone in den Mixer geben. Nun noch zwei Teelöffel Limettensaft zugeben und den abgekühlten Zuckersirup und schon kann alles püriert werden.

Die Masse anschließend in die Eisformen gießen, die Stiele einstecken und das Eis für mind. 5 Stunden im Gefrierschrank härten lassen. Die fertigen Eise auslösen und direkt genießen – oder aber für die Kollegen mit ins Büro bringen.

Und das sagen meine Mit-Esser zum Eis am Stiel: Wassermelone-Gurke:

Wassermelone-Gurke

 

 

Eis am Stiel: Kaffee

Hallo, mein Name ist Désirée und ich liebe Kaffee 🙂 Wer mich kennt weiß, dass ich nahezu jeden Tag mit einem guten Kaffee beginne, auch wenn ich über den Tag verteilt versuche, mehr Wasser und Tee zu trinken. Kaffee ist und bleibt mein Lebenselixier. Kein Wunder, dass ich auch bei unserer Eismanufaktur unbedingt mal ein Kaffee-Eis machen musste. Die Idee zum Rezept kam mir, als ich das letzte Mal für meine Kollegen Raffaello-Eis und Key-Lime-Pie-Eis gemacht habe. Beide Eisvarianten basieren auf Milchmädchen, statt Zuckersirup und sind somit deutlich cremiger. Passend für ein Kaffee-Eis à la Milchkaffee.

Zunächst habe ich zwei Tassen Espresso gekocht und diese abkühlen lassen. Milchmädchen, Milch, Salz und Vanilleextrakt vermischen und den Espresso unterheben. Dann wird die Masse in die Eisformen gefüllt und mit Eisstielen bestücken. Für mehrere Stunden in den Gefrierschrank geben.

Anschließend das Eis genießen!

Eis am Stiel: Kaffee

Kommentar von Mit-Esser Lena: 10/10 für Eiskaffee-Eis!

Zimt-Honig-Eis

Zimt-Honig-Eis mit karamelisierten Walnüssen
Zimt-Honig-Eis mit karamelisierten Walnüssen

Das Dessert ist für mich der krönende Abschluss eines leckeren Essens, auch wenn wir nur sehr selten wirklich Desserts machen. Wenn wir jedoch Gäste zum Essen bei uns einladen, dann darf es definitiv nicht fehlen. Ein Glück, dass wir kürzlich zwei ganz besonders liebe Menschen bekochen durften, denn so hatten wir die Gelegenheit unser wunderbares Zimt-Honig-Eis zu machen.

Am besten bereits (je nach Eismaschine) einen Tag zuvor den Kühlbehälter in den Gefrierschrank geben, damit dieser bis zu seinem Einsatz gut durchgefroren ist.

Das Eis:
Zunächst die Zimtstange in Stücke brechen und gemeinsam mit der Milch und der Sahne in einem Topf erhitzen, jedoch nicht aufkochen. Wenn sich also kleine Blasen am Rand des Topfes bilden, den Topf vom Herd nehmen und eine Stunde beiseite stellen, so dass die Milchsahne den Zimtgeschmack gut aufnehmen kann.

In einer Schüssel die Eigelbe schlagen und anschließend nach und nach Honig, Zucker und Zimt unterrühren. Nun die Milchsahne von den Zimtstücken befreien und erhitzen. Die Milchsahne nun langsam und mit stetigem Rühren in die Eimischung einrühren. Anschließend die Masse wieder zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze für ca. 6 – 8 Minuten aufkochen, bis die Masse andickt. Die Masse sofort vom Herd nehmen und durch ein feines Sieb in einen luftdichten Behälter umfüllen und das Salz untermischen. Jetzt heißt es: ab in den Kühlschrank für mind. 2 Stunden, besser jedoch über Nacht.

Am nächsten Tag:
Eismasse in die Eismaschine geben und anschließend das angefrorene Eis für mind. 2 Stunden in den Tiefkühler geben.

Als krönenden Abschluss eines Menüs kann nun also das Zimt-Honig-Eis serviert werden. Als Dekoration empfehlen sich karamellisierte Walnüsse, die noch den gewissen Biss zum Dessert beisteuern. Diese lassen sich auch am Vortag bereits zubereiten und dann luftdicht verpackt aufbewahren.

Und was sagen unsere Mit-Esser?

Sophie: „***** Absolute Genussexplosion und perfekt abgestimmt mit den kandierten Nüssen!“

Eis am Stiel: Deutschland-Eis zur WM

Für das Vorrunden-Spiel Deutschland – Ghana haben wir uns an ein Deutschland-Eis gewagt und angekündigt, dass wir das Rezept hier veröffentlichen, falls Deutschland ins WM-Halbfinale in Brasilien kommt. Und wir halten unser Wort! 🙂

Wie also könnt ihr bis zum Halbfinale am kommenden Dienstag ein eigenes Deutschland-Eis machen?

Wir starten, wie üblich mit dem Zuckersirup:

Wasser, Zucker und Zitronenschale in einem kleinen Kochtopf aufkochen und ca. fünf Minuten einkochen lassen. Anschließend wieder auf Raumtemperatur abkühlen lassen, erst dann die Zitronenschale herausnehmen und entsorgen. 

Deutschland-Eis
Deutschland-Eis

Der schwarze Streifen:
Hier verwenden wir 1 Cup dunkle Beeren, sprich Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und Heidelbeeren. Diese werden mit einem Drittel des Zuckersirups und etwas Zitronensaft püriert. Da wir in unserem Eis keine Kerne haben wollen, wird die Masse dann noch durch ein Sieb gestrichen. Wem die dunkle Farbe nicht dunkel genug ist, der kann nun dann noch etwas schwarze Lebensmittelfarbe hinzugeben. Dann wird der Fahnen-Look originalgetreu, denn uns sind keine Früchte bekannt, die tiefschwarz sind.

Vor dem Befüllen der Eisform haben wir dann noch ausgemessen, wie viel Volumen eine Form hat und entsprechend jeweils 1/3 davon abgemessen und mit unserer dunklen Mischung befüllt und für mindestens vier Stunden in den Gefrierschrank gegeben.

Der rote Streifen:
Der rote Streifen basiert auf einem Cup roter Beeren, diesmal also Himbeeren und Johannisbeeren. Auch diese werden mit einem weiteren Drittel des Zuckersirups und Zitronensaft vermengt und püriert. Die Masse ebenfalls durch ein Sieb streichen und ebenfalls abgemessen auf die bereits festgefrorene schwarze Masse geben. Noch die Stiele hinzu und das Ganze wiederum für ca. vier Stunden in den Gefrierschrank geben.

Der gelbe Streifen
Jetzt fehlen uns also noch goldgelbe Früchte und was bietet sich da besser an, als Mangos? Diese nun mit dem restlichen Zuckersirup und etwas Zitronensaft vermengen, gut pürieren und als letzte Schicht in die Eisformen geben. Ab in den Gefrierschrank und nach ein paar weiteren Stunden ist das Eis auch schon zum Verzehr bereit (wie nie). 🙂

Dann kann mit dem Halbfinale ja nichts mehr schief gehen, oder? 😉

Eis am Stiel: Erdbeere-Minze

Erdbeeren und Minze - eine erfrischende Kombination
Erdbeeren und Minze – eine erfrischende Kombination

Fast nichts ist hierzulande besser geeignet, um als Frucht den kommenden Sommer anzukündigen als die Erdbeere. Nicht die eher knusprigen, hellroten, riesigen „Beeren“ aus nordafrikanischen oder spanischen Gewächshäusern, die uns den Winter über begleiten und weniger Aroma als ein paar alte Hausschuhe besitzen. Nein, wir meinen die unterschiedlich großen, süß-saftigen, aromatischen, dunkelroten Exemplare aus lokaler oder zumindest heimischer Ernte, die spätestens ab Mai überall verfügbar sind.

Um den Geschmack in den Spätsommer hinein konservieren zu können, haben wir aus unserer liebsten roten Frucht ein Eis gemacht und mit etwas Minze kombiniert. Das sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch nochmal viel erfrischender. Die Zubereitung ist wie immer einfach und schnell:

Die Limtte heiß abwaschen, drei Streifen Schale mit einem Sparschäler oder dem Messer ablösen. Eine Hälfte der Limette auspressen und beiseite stellen. Wasser und Zucker in einem kleinen Topf erhitzen, die Limettenschale hinzugeben und aufkochen lassen. Hat sich der Zucker komplett aufgelöst, den Sirup auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann die Schalen entfernen. In der Zwischenzeit können die Erdbeeren gewaschen, geputzt und zur Hälfte fein gewürfelt werden. Die andere Hälfte wird zusammen mit dem erkalteten Sirup und dem Limettensaft püriert. Abschließend die Minzblättchen in sehr feine Streifen schneiden und zusammen mit den gewürfelten Erdbeeren zum Püree hinzugeben. Die Masse direkt in die Eisformen abfüllen und nach frühestens fünf Stunden wieder entnehmen.

Das fertige Erdbeer-Minz-Eis
Das fertige Erdbeer-Minz-Eis

Eis am Stiel: Ananas

Ananas-Eis in der Form
Das fertige Eis in der Form

Zur diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien haben wir uns für unsere neuen Eiskreationen wieder einmal an exotische Früchte herangewagt: Ein leckeres, fruchtig-frisches Ananas-Eis!

Die Zubereitung ist wieder einmal denkbar einfach. In einem Topf Wasser, Zucker und drei bis vier Streifen Limettenschale aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und den Zuckersirup auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Erst dann die Limettenschale herausnehmen.

Die zwei Limetten auspressen. Ananas schälen, den inneren Strunk herausschneiden und das Fruchtfleisch fein würfeln. Ananaswürfel mit Limettensaft und Zuckersirup in einem hohen Gefäß zu sämiger Konsistenz pürieren. Anschließend die Ananasmasse in die Eisformen füllen, jeweils mit Stielen bestücken und dann in den Gefrierschrank geben. Nach ca. 5 Stunden ist das erfrischend-fruchtige Ananas-Eis fest durchgefroren und verzehrfertig.

 

Ananas-Eis am Stiel
Ananas-Eis am Stiel

Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer

Zutaten für das Zitronen-Ingwer-Eis
Zutaten für das Zitronen-Ingwer-Eis

Da derzeit, ein paar Tage vor dem meteorologischen Sommeranfang, die Temperaturen stark steigen, sehnen wir uns wieder nach einer eiskalten und erfrischenden Abkühlung. Aufgrund unserer Zuneigung zum mexikanischen Wassereis, Paletas genannt, haben wir ein wenig experimentiert und sind auf diese naheliegende, aber nicht weniger erfrischende Kombination aus sauer-saftiger Zitrone und würzig-scharfem Ingwer gekommen.

Vorbereitend haben wir eine Zitrone ihrer Schale beraubt und anschließend alle drei Zitrusfrüchte ausgepresst. Das sollte etwa 185 ml Saft ergeben. Den Ingwer haben wir geschält, mit einem Löffel geht das immer noch am effektivsten, und in Scheiben geschnitten.

Wasser, Zucker, Zitronenschale und die Hälfte der Ingwerscheiben in einem kleinen Kochtopf aufkochen und ca. fünf Minuten einkochen lassen. Anschließend wieder auf Raumtemperatur abkühlen lassen, erst dann die Zitronenschale herausnehmen und entsorgen. Den gekochten sowie den übrigen frischen Ingwer in einem Mixbecher geben, mit dem Zitronensaft mithilfe eines Pürierstabs zu einem leichten Mus verarbeiten. Das Mus mit dem Sirup mischen und direkt in Eisformen abfüllen, mit Stielen bestücken und dann in den Gefrierschrank geben. Nach ca. 5 Stunden ist das erfrischende Eis fest durchgefroren und verzehrfertig.

Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer
Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer

Unser Weihnachts-Dessert ‚Nougat-Parfait-Türmchen‘

Für das Weihnachtsessen musste ein ganz besonderes Dessert auf den Teller gezaubert werden. Wir haben uns dieses Jahr für Nougat-Parfait-Türmchen entschieden, welche den krönenden Abschluss des Weihnachtsmenüs bildeten.

Als erstes widmeten wir uns dem Haselnuss-Bisquit.

Backofen auf 210° C vorheizen. Das Eiweiß mit 50g Zucker und einer Prise Salz steif schlagen und erstmal im Kühlschrank abstellen. In einer weiteren Schüssel Eigelb, 50g Zucker, Zimt, Vanille-Extrakt und Zitronenschale schaumig rühren. Nun werden abwechselnd Haselnüsse und Eischnee vorsichtig untergehoben. Die Bisquitmasse nun dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und für ca. 7 Minuten backen. Anschließend den Bisquitboden auf ein frisches Backpapier stürzen und vorsichtig die andere Schicht ablösen.

Tipp: Hierbei kann es helfen, das Backpapier mit einem feuchten Tuch zu bestreichen, damit sich dieses besser vom Bisquitboden löst.

Mit einem Kreisausstecher nun Kreise ausstechen, die etwas kleiner sind, als die Form, in der die Türmchen später geschichtet werden sollen. Pro Turm sollten je nach gewünschter Höhe 2 oder 3 Bisquitkreise vorbereitet werden.

Für das Parfait Ei, Zucker und Vanille-Extrakt auf dem Wasserbad aufschlagen und anschließend den Nougat darin schmelzen lassen. Die Masse anschließend auf dem Eiswasserbad kalt schlagen. Die Sahne sehr steif aufschlagen und ebenfalls vorsichtig unterheben.

Nun werden die Türmchen befüllt. Zunächst etwas Parfait-Masse in die Silikon-Muffinförmchen (oder Dessertringe – hier jedoch am besten mit einem Bisquitkreis starten) geben und anschließend einen Bisquitkreis vorsichtig drauflegen. Weiter schichten, bis die Parfaitmasse verteilt ist. Zum Abschluss bei den Muffinförmchen (upside-down) noch einen Bisquitkreis als unterste Ebene verwenden und die Türmchen im Tiefkühler über Nacht gefrieren lassen.

Die Türmchen lassen sich einfach aus den Muffinformen oder den Dessertringen (mit einem kleinen Messer) lösen und können nun schön angerichtet werden. Wir haben – dem Anlass entsprechend – mit Kakao noch einen Stern auf die Türmchen gestreut und diese an einem Himbeer-Coulis mit ein paar frischen Beeren serviert.

Nougat-Parfait-Türmchen
Nougat-Parfait-Türmchen

Da trotz des üppigen Weihnachtsmahls alle Dessertteller leergeputzt wurden, gehen wir einfach mal davon aus, dass es allen super geschmeckt hat. 😀