Brokkoli-Schinken-Quiche

Brokkoli-Schinken-Quiche
Brokkoli-Schinken-Quiche

Nachdem wir uns in der letzten Zeit – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Temperaturen – vermehrt süßen Leckereien und Eis gewidmet haben,  ist es auch mal wieder an der Zeit für ein herzhaftes Rezept. Ein Blick durch die Gemüseabteilung unseres Vertrauens und die Entscheidung fiel auf einen schönen, frischen Brokkoli, den wir mit etwas Schinken in einer Quiche veredelt haben. Der Schinken bringt dabei eine schöne salzig-würzige Note in die Brokkoli-Schinken-Quiche, kann aber natürlich für Vegetarier auch einfach weg gelassen werden.

Der Quicheteig: Aus Mehl, Butter, einem Ei und etwas Salz einen Teig erstellen und diesen ca. 1 Stunde in Klarsichtfolie gewickelt im Kühlschrank ruhen lassen. Nach dem Ruhen den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen und auf die Tarteform übertragen. Nun den Teig mit einer Gabel einpieksen und nochmals für 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Im vorgeheizten Backofen nun den Quicheboden bei 190° C blindbacken. Anschließend werden die Backerbsen und das Backpapier entfernt und der Boden mit Quirlei eingestrichen. Nach weiteren 5 Minuten im Backofen ist der Boden goldgelb und es kann mit der Füllung weitergehen.

Brokkoli in Röschen schneiden und diese 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Den Schinkenspeck in  Streifen schneiden und anschließend in der Pfanne zunächst das Fett auslassen und dann goldbraun braten. Schinkenspeck und Brokkoli auf dem Quicheboden verteilen. 3 Eier und 200 ml Sahne vermischen und würzen (mit Salt, Pfeffer und Muskat) und anschließend die Eisahne über Brokkoli und Schinken gießen. Nach Belieben mit etwas Gruyère und abschließend ein wenig Paprikapulver bestreuen und dann für 30 Minuten bei 150° C backen. Fertig ist die Brokkoli-Schinken-Quiche.

Die Quiche frisch aus dem Ofen
Die Quiche frisch aus dem Ofen

Sauerteigbrot

Im Gegensatz zu unserem leckeren Dinkel-Nuss-Brot, das innerhalb einer guten Stunde zusammengemischt und fertig gebacken ist, hat unser Sauerteigbrot etwas mehr Zeit benötigt, genau genommen eine gute Woche. Warum so lange? Weil wir sogar den Sauerteig komplett selbst hergestellt haben.

Tag Eins
Tag Eins

Schritt 1: Der Starter

Zunächst haben wir 1250g Mehl-Mischung hergestellt (jeweils zur Hälfte Dinkel-Vollkornmehl und Weizenmehl Typ 550), die wir sowohl für den Starter als auch für die weitere Fütterung benötigen. Da der Sauerteig letztlich nur einen geringen Anteil im Brot hat, kann hier jede beliebige Mehlsorte verwendet werden. In einer mittelgroßen Schüssel werden nun 300 g Wasser (Temperatur zwischen 26 und 29° C) gemischt. Dazu entweder einen Holzlöffel oder besser noch die Hand verwenden. Die Mischung dann mit einem Küchentuch abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen. Nach ca. 2 Tagen sollten sich am Rand der Mischung Blasen bilden. Um die Fermentation weiter voranschreiten zu lassen, sollte die Mischung nun noch einen weiteren Tag ruhen. Der Starter sollte nun säuerlich riechen.

Schritt 2: Das Anfüttern

Der Starter nach drei Tagen
Der Starter nach drei Tagen

Nun ist es an der Zeit, die Teigmischung zu füttern. Jeden Tag um die selbe Zeit sollte nun das folgende Prozedere beibehalten werden:

  • 75 g der Teigmischung abnehmen und in eine neue Schüssel geben
  • 150 g der Mehlmischung und
  • 150 g Wasser (Temperatur ca. 29° C) hinzufügen
  • alles gut mit einem Holzlöffel durchmischen und mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt bei Raumtemperatur bis zur nächsten Fütterung stehen lassen.

Der Rest des Teiges wird jeweils entsorgt. Nach wenigen Tagen ist eine vermehrte Blasenbildung zu beobachten und der Teig verändert nach und nach seinen Geruch von säuerlich hin zu einem angenehm süßlichen, fermentierten Geruch, ähnlich dem von Joghurt. Nach ein paar Tagen bis zu einer Woche ist aus dem Starter ein herangereifter Starter geworden und wir können den Sauerteig herstellen.

Trainierter Sauerteig
Trainierter Sauerteig

Schritt 3: Das Trainieren

Nachdem der Sauerteigansatz nun eine Woche lang täglich ein mal mit Mehl und Wasser gefüttert wurde, geht es nun weiter mit dem Training. Zwei Tage lang wird er nun zwei mal am Tag gefüttert: Man nehme erneut 75 g des Sauerteigs und mische diesen jeweils wieder mit 150 g der Mehlmischung und 150 g Wasser (Temperatur 29° C). Dann lässt man ihn abgedeckt bei ca. 23° C ruhen.
Für den Sauerteig, der nun das Brot aufgehen lassen soll, werden nun 200 g Mehlmischung und 200 g Wasser (Temperatur 29° C) mit einem Esslöffel der Teigmischung gemischt. Dies ist nun unser Sauerteig, der zunächst bei Raumtemperatur 4 – 6 Stunden ruhen sollte. Um zu testen, ob der Sauerteig bereit für die weitere Verarbeitung ist, einen Löffel des Sauerteigs in eine Wasserschüssel geben. Schwimmt der Teig oben, kann er weiterverarbeitet werden. Wenn nicht, sollte er noch etwas weiter ruhen.

Schritt 4: Der Brotteig

Stretch and Fold
Stretch and Fold

In einer großen Schüssel 800 g Wasser (Raumtemperatur) und 150 g des Sauerteigs mischen. Anschließend 1 kg Mehl hinzugeben und alles vermischen, bis alle Zutaten feucht sind. Wir haben uns für die selben Mehle entschieden, mit denen wir den Sauerteig angesetzt haben, allerdings mit leicht abgewandeltem Mischungsverhältnis von 60:40 zu Gunsten des Weizenmehls. Den Vorteig nun für ca. 4 Stunden abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen. Anschließend Salz, Brotgewürz, Leinsamen und die restliche Flüssigkeit zugeben und alles in den Teig einfalten. Dabei mit der angefeuchteten Hand am Rand unter den Teig greifen, herausziehen (stretchen) und nach oben falten.

Der Teig muss nun noch einmal 3 – 4 Stunden gehen. Dabei alle 30 Minuten den Teig wie oben beschrieben stretchen und falten. Der Teig sollte nun 20 – 30 % an Volumen zugelegt haben und deutlich luftiger sein. Wenn nicht, dann 30 Minuten bis 1 Stunde weiter gehen lassen. Den Teig nun auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, halbieren – dabei den Teig nicht noch einmal durchkneten, damit die Luft im Teig enthalten bleibt – und mit etwas Mehl bestreut unter einem Küchentuch nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Nun geht es zur finalen Gare: dazu die beiden Teiglinge auf bemehlten Küchentüchern in Gärkörben (notfalls gehen auch 2 Schüsseln) für ca. 3 Stunden gehen lassen. Aufgrund der Uhrzeit haben wir uns dazu entschlossen, den Teig über Nacht, also ca. 6 Stunden im Kühlschrank gehen zu lassen, was ebenfalls prima funktioniert.

Brot im Anschnitt
Unser Brot im Anschnitt

Schritt 5: Das Brot

Nun ist es endlich so weit und das fertige Brot ist zum Greifen nah. Zwei Brotbackformen im Backofen auf 250° C vorheizen. Nach 20 Minuten die Teiglinge in die Backformen geben – das zischt ganz wunderbar – ein wenig einschneiden und dann für 20 Minuten backen. Anschließend die Temperatur auf 230° C reduzieren und weitere 30 Minuten backen. Fertig ist das Sauerteigbrot.

Und damit es beim nächsten Mal nicht wieder 1,5 Wochen bis zum Brot dauert, haben wir den Rest unseres antrainierten Sauerteigs mit etwas Mehl eingedickt und im Kühlschrank aufgehoben. So müssen wir für das nächste Sauerteigbrot lediglich 2 Tage unseren Teig anfüttern und los geht es. 🙂

Sauerteigbrot frisch aus dem Ofen
Sauerteigbrot frisch aus dem Ofen

Eis am Stiel: Erdbeere-Minze

Erdbeeren und Minze - eine erfrischende Kombination
Erdbeeren und Minze – eine erfrischende Kombination

Fast nichts ist hierzulande besser geeignet, um als Frucht den kommenden Sommer anzukündigen als die Erdbeere. Nicht die eher knusprigen, hellroten, riesigen „Beeren“ aus nordafrikanischen oder spanischen Gewächshäusern, die uns den Winter über begleiten und weniger Aroma als ein paar alte Hausschuhe besitzen. Nein, wir meinen die unterschiedlich großen, süß-saftigen, aromatischen, dunkelroten Exemplare aus lokaler oder zumindest heimischer Ernte, die spätestens ab Mai überall verfügbar sind.

Um den Geschmack in den Spätsommer hinein konservieren zu können, haben wir aus unserer liebsten roten Frucht ein Eis gemacht und mit etwas Minze kombiniert. Das sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch nochmal viel erfrischender. Die Zubereitung ist wie immer einfach und schnell:

Die Limtte heiß abwaschen, drei Streifen Schale mit einem Sparschäler oder dem Messer ablösen. Eine Hälfte der Limette auspressen und beiseite stellen. Wasser und Zucker in einem kleinen Topf erhitzen, die Limettenschale hinzugeben und aufkochen lassen. Hat sich der Zucker komplett aufgelöst, den Sirup auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann die Schalen entfernen. In der Zwischenzeit können die Erdbeeren gewaschen, geputzt und zur Hälfte fein gewürfelt werden. Die andere Hälfte wird zusammen mit dem erkalteten Sirup und dem Limettensaft püriert. Abschließend die Minzblättchen in sehr feine Streifen schneiden und zusammen mit den gewürfelten Erdbeeren zum Püree hinzugeben. Die Masse direkt in die Eisformen abfüllen und nach frühestens fünf Stunden wieder entnehmen.

Das fertige Erdbeer-Minz-Eis
Das fertige Erdbeer-Minz-Eis

Eis am Stiel: Ananas

Ananas-Eis in der Form
Das fertige Eis in der Form

Zur diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien haben wir uns für unsere neuen Eiskreationen wieder einmal an exotische Früchte herangewagt: Ein leckeres, fruchtig-frisches Ananas-Eis!

Die Zubereitung ist wieder einmal denkbar einfach. In einem Topf Wasser, Zucker und drei bis vier Streifen Limettenschale aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und den Zuckersirup auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Erst dann die Limettenschale herausnehmen.

Die zwei Limetten auspressen. Ananas schälen, den inneren Strunk herausschneiden und das Fruchtfleisch fein würfeln. Ananaswürfel mit Limettensaft und Zuckersirup in einem hohen Gefäß zu sämiger Konsistenz pürieren. Anschließend die Ananasmasse in die Eisformen füllen, jeweils mit Stielen bestücken und dann in den Gefrierschrank geben. Nach ca. 5 Stunden ist das erfrischend-fruchtige Ananas-Eis fest durchgefroren und verzehrfertig.

 

Ananas-Eis am Stiel
Ananas-Eis am Stiel

Karamellgebäck-Cookies mit Haferflocken

Lecker zum Kaffee: Karamellgebäck-Creme-Cookies
Lecker zum Kaffee: Karamellgebäck-Creme-Cookies

Wer kennt sie nicht, die kleinen Karamellgebäck-Stückchen, die man gerne im Café und Restaurant zum Espresso oder Milchkaffee gereicht bekommt. Da der Weltmarkführer für diese Kekse in Belgien residiert, wo diese Kekse auch „erfunden“ wurden, wundert es kaum, dass in unserem Nachbarland diese Kekse in zerbröselter Form auch als Brotaufstrich im Supermarkt-Regal stehen. Und genau diese Creme lässt sich natürlich auch gut als Backzutat verwenden.

Vorab das Mehl mit Backpulver und dem Natron gut vermischen. Dann das Ei mit dem Zucker, der Butter und dem Vanilleextrakt mit dem Schneebesen schaumig rühren. Anschließend alle trockenen Zutaten dazu geben und schnell mit einem Holzlöffel zu einem cremigen Teig verarbeiten. Zum Schluss noch die Schokolade grob hacken und unterheben.

Cookies nach dem Glattstreichen
Cookies nach dem Glattstreichen

Jetzt kommt der Teig noch für 15 Minuten in den Kühlschrank, damit er etwas fester wird. Danach kann man mit einem Eisportionierer oder mit der Hand kleine einheitliche Mengen Keksmasse auf mit Backmatten oder Backpapier ausgelegte Backbleche setzen und mit dem Rücken eines Teelöffels glattstreichen. Danach müssen die Bleche nur noch bei 175°C in den vorgeheizten Backofen, nach etwa 15 Minuten sollten sie leicht gebräunt sein und einen betörenden Duft nach Karamell verströmen. Geschmacklich sind sie dagegen sehr „rund“, schmecken nicht zu intensiv nach Karamell sondern sind einfach zu jeder Tasse Kaffee eine perfekte Ergänzung.

Karamellgebäck-Creme-Cookies mit Haferflocken
Karamellgebäck-Creme-Cookies mit Haferflocken

Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer

Zutaten für das Zitronen-Ingwer-Eis
Zutaten für das Zitronen-Ingwer-Eis

Da derzeit, ein paar Tage vor dem meteorologischen Sommeranfang, die Temperaturen stark steigen, sehnen wir uns wieder nach einer eiskalten und erfrischenden Abkühlung. Aufgrund unserer Zuneigung zum mexikanischen Wassereis, Paletas genannt, haben wir ein wenig experimentiert und sind auf diese naheliegende, aber nicht weniger erfrischende Kombination aus sauer-saftiger Zitrone und würzig-scharfem Ingwer gekommen.

Vorbereitend haben wir eine Zitrone ihrer Schale beraubt und anschließend alle drei Zitrusfrüchte ausgepresst. Das sollte etwa 185 ml Saft ergeben. Den Ingwer haben wir geschält, mit einem Löffel geht das immer noch am effektivsten, und in Scheiben geschnitten.

Wasser, Zucker, Zitronenschale und die Hälfte der Ingwerscheiben in einem kleinen Kochtopf aufkochen und ca. fünf Minuten einkochen lassen. Anschließend wieder auf Raumtemperatur abkühlen lassen, erst dann die Zitronenschale herausnehmen und entsorgen. Den gekochten sowie den übrigen frischen Ingwer in einem Mixbecher geben, mit dem Zitronensaft mithilfe eines Pürierstabs zu einem leichten Mus verarbeiten. Das Mus mit dem Sirup mischen und direkt in Eisformen abfüllen, mit Stielen bestücken und dann in den Gefrierschrank geben. Nach ca. 5 Stunden ist das erfrischende Eis fest durchgefroren und verzehrfertig.

Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer
Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer