Buttermilch-Waffeln

Buttermilch-Waffeln mit Sahne und Himbeeren
Buttermilch-Waffeln mit Sahne und Himbeeren

Was macht man nicht alles am Wochenende, um von der anstrengenden Arbeitswoche zu entspannen? Wir haben uns das KitchenAid Waffeleisen ausgeliehen und prompt unser Wochenende zum Waffelwochenende erklärt. Warum ausgeliehen? Naja, wir müssen ja erstmal schauen, wie uns das Waffeleisen gefällt, bevor wir stolze 300 € für sowas ausgeben.

Unser erstes Waffelrezept, dass es zu erproben galt, waren die Buttermilch-Waffeln mit einem Hauch Zimt und Vanille.

Los geht es mit der Butter, die in einem Topf erhitzt wird, bis sie leicht braun ist. Die dabei austretenden Butterflöckchen einfach abschöpfen. Die braune Butter kann nun erstmal in Ruhe auskühlen, während die weiteren Zutaten vorbereitet werden.
In der Küchenmaschine Eier, Salz, Zucker sowie Zimt und Vanillepulver einige Minuten schaumig schlagen und anschließend noch Vanilleextrakt untermischen. Bei langsamerer Geschwindigkeit dann die gebräunte Butter in dünnem Strahl dazu geben.
In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver und Backsoda vermischen. Nun zur Eimasse abwechselnd Mehlmischung und Buttermilch zugeben, bis ein schöner glatter Teig entstanden ist. Sollte der Teig noch zu flüssig sein (so wie Pfannkuchenteig), noch 1 – 2 EL Mehl hinzufügen. Waffelteig ist etwas zähflüssiger als Pfannkuchenteig.
Jetzt können die Waffeln endlich gebacken werden. Dazu das Waffeleisen eurer Wahl aufheizen, gut fetten und die Waffeln darin goldbraun ausbacken. Die fertigen Waffeln können nun noch etwas auf dem Kuchengitter auskühlen.
Buttermilch-Waffeln schön mit Puderzucker, Obst und Sahne anrichten und einfach nur genießen 🙂
Und unser Fazit zum Waffeleisen: Es ist definitiv sein Geld wert und wir werden jetzt ein wenig sparen, damit es bald (in der richtigen Farbe) bei uns einziehen kann.
Buttermilch-Waffeln mit Sahne und Himbeeren
Buttermilch-Waffeln mit Sahne und Himbeeren

Kanelgifler (Dänische Zimtschnecken)

Dass wir Zimtschnecken – genauer genommen sogar Zimt – in allen möglichen Varianten lieben, ist kein Geheimnis. Wenig verwunderlich also, dass wir uns, nachdem wir 2015 in Dänemark waren, nun an die dänische Variante der Zimtschnecken Kanelgifler herangewagt haben. Sie basieren wie unsere klassische Zimtschnecke auf einem Hefeteig, haben jedoch in der Füllung neben dem Zimtzucker noch eine Vanille-Creme. Vor einigen Monaten habe ich in einem dänischen Blog ein Rezept gefunden, welches ich dank Google Translator notdürftig übersetzt und notiert hatte. Leider aber unvollständig, weswegen ich also sehr stark improvisieren musste. Denn zu meinem Glück, ist der Blog nicht mehr existent.

Kanelgifler á la Mit Esser

Los geht es mit dem Hefeteig: Hefe in lauwarmem Wasser, Zucker und Salz auflösen und mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Diesen abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 – 2 h gehen lassen.
Nun die Creme vorbereiten, damit diese bis zur Verwendung abkühlen kann. Dazu zunächst 1-2 EL der kalten Milch und die Speisestärke bei Seite stellen. Eigelb, Zucker, Vanille und Milch verrühren und langsam erhitzen, anschließend die mit Milch angerührte Speisestärke mit dem Schneebesen unterrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Die Mischung aufkochen lassen und unter Rühren wieder abkühlen.

Kanelgifler
Kanelgifler

Sind die 2 Stunden um, zunächst den Backofen auf 210° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Der Teig sollte nun richtig gut aufgegangen sein. Diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, so dass ein Rechteck entsteht. Die weiche Butter auf dem Teig verstreichen. Dabei so viel Butter verwenden, dass der ganze Teig eine glänzende Schicht hat. Darauf nun Zucker und Zimt verstreuen. Dabei könnt ihr die Zimt- und Zuckermengen ganz nach eurem Belieben wählen. Zum Abschluss wird nun noch die Creme darüber verstrichen und der Teig von der länglichen Seite her zu einer Rolle gefaltet. Nun noch gleich große Stücke abschneiden und die Oberfläche mit Eigelb bestreichen.

Nach nur ca. 10 Minuten Backzeit können die wunderbar saftigen Kanelgifler genossen werden 🙂

Dulce de leche-Zimt-Kuchen

Ein Stück Dulce de leche-Zimt-Kuchen
Ein Stück Dulce de leche-Zimt-Kuchen

Manchmal kommen einem Rezeptideen förmlich im Schlaf zugeflogen. Genau so ging es mir mit diesem Rezept, das mir im Andalusien-Urlaub in den Sinn gekommen ist. Mitten in der Nacht bat ich Sven, mich am nächsten Tag an einen Kuchen mit Zimt und Dulce de leche zu erinnern, damit es ja nicht in Vergessenheit gerät. Jetzt, wo wir wieder Zuhause angekommen sind, haben wir es gleich einmal ausprobiert.

Schritt 1: Dulce de leche
Um eine schöne karamellige Milchcreme herzustellen, benötigt man nicht sonderlich viel. Eine Dose Milchmädchen in ein Marmeladenglas umfüllen und im Schnellkochtopf eine gute halbe Stunde kochen, bis diese eine schöne karamellbraune Farbe hat. Anschließend die Masse einmal gut durchrühren bis eine Creme entstanden ist und fertig ist unsere Dulce de leche.

Schritt 2: Zimtmilch
Um gleich von zwei Seiten ein Zimtaroma an den Kuchen zu bekommen, haben wir unsere Milch aromatisiert und mit einer Zimtstange aufgekocht. Anschließend muss die Milch wieder gut abkühlen. Die Zimtstange kann bis zur weiteren Verwendung der Milch darin bleiben.

Schritt 3: Dulce de leche-Zimt-Kuchen
Jetzt geht es endlich an den Kuchen. Basis hierfür ist ein einfaches Marmorkuchenrezept, das wir regelmäßig auch als Basis für unsere Muffins verwenden.
Backofen auf 180° C Umluft vorheizen. Zunächst die Butter cremig rühren und nach und nach Zimtzucker, Vanilleextrakt, Zitronenschale, Salz und die 2 Eier zugeben. Alles so lange gut verrühren, bis sich der Zimtzucker aufgelöst hat.
In einer separaten Schüssel Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen. Nun die Zimtstange aus der Milch entnehmen und zur Eimasse abwechselnd die Mehlmischung und etwas Milch geben und so lange vermengen, bis ein schöner Teig entstanden ist.

Dulce de leche-Zimt-Kuchen in der Form
Dulce de leche-Zimt-Kuchen in der Form

Die Backform gut ausfetten und mit Semmelbröseln bestreuen, so dass nichts anbackt. Zunächst eine kleine Menge des Teiges in die Backform geben und anschließend eine erste Schicht Dulce de leche mit einem Teelöffel darüber geben. Bei der Menge kommt es natürlich dann ganz auf den persönlichen Geschmack an. Wir haben hier erstmal etwas vorsichtiger portioniert. Mit dem Teig und der Dulce de leche weiter so verfahren, bis der Teig komplett verbraucht ist. Gegebenenfalls noch mit einer Gabel den Teig etwas durchfahren, um die Dulce de leche besser zu verteilen.

Jetzt kann der Dulce de leche-Zimt-Kuchen für 40 Minuten bei 160° C Umluft in den vorgeheizten Backofen. Anschließend den Kuchen etwas auskühlen lassen, bevor er aus der Form gelöst wird.
Vor dem Servieren noch gut mit Puderzucker bestäuben und dann einfach nur noch genießen 🙂

Der Kuchen vor dem Anschneiden
Der Kuchen vor dem Anschneiden

Gut, dass wir die Idee des Dulce de leche-Zimt-Kuchens direkt notiert haben. Die Idee, die wir tief in der Nacht hatten, hat uns wirklich einen leckeren und nicht zu süßen Kuchen beschert, den wir garantiert wieder backen werden. Fragt sich nur, was wir mit der restlichen Dulce de leche machen werden… Ein paar Ideen haben wir schon 😉

Zimtbrot

Schnelles ZimtbrotWenn der Duft von Zimt bereits am frühen Morgen das Haus durchströmt, dann ist es wieder an der Zeit für Zimtbrot. Und was man damit alles machen kann!  Also los geht’s!

Butter und Milch in einem Topf erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen. Ist die Mischung auf Zimmertemperatur abgekühlt, die Trockenhefe dazugeben und für 10 Minuten ruhen lassen.

In einer Schüssel Mehl und Salz vermengen. In einer weiteren Schüssel Zucker und Eier verrühren und anschließend die Milch-Hefe-Mischung ebenfalls unterrühren, bis alles gut vermengt ist. In zwei Etappen die Mehlmischung ebenfalls unterrühren, bis sich alles gut vermischt hat. Anschließend den Teig mit dem Knethaken 10 Minuten kneten. Ist der Teig noch zu klebrig, noch etwas Mehl hinzugeben und nochmals für 5 Minuten vermengen.

Eine Glasschüssel (oder auch Metallschüssel) mit heißem Wasser ausspülen, so dass diese sich gut erwärmt und anschließend etwas Sonnenblumenöl hinein geben und den Teig hinein legen. Der Teig sollte rund herum mit Öl bedeckt sein. Nun an einem warmen Platz ca. 2 Stunden gehen lassen. Ich habe hier etwas weniger als 2 Stunden gewartet, da der Teig sich sonst aus der Schüssel heraus bewegt hätte.

Den Teig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, so dass eine rechteckige Fläche entsteht, deren kürzeste Seite in etwa der Brotform entspricht. Die weiche Butter nun – am besten mit den Händen – darauf verstreichen und Zimt und Zucker großzügig darüber verstreichen. Nun den Teig einrollen und in die Backform geben, dabei die Naht nach unten in die Backform legen. Nun den Teigling nochmals mit Folie abgedeckt für bis zu 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

Backofen auf 175° C Ober-/Unterhitze vorheizen. In der Zwischenzeit Ei und Milch vermischen und das Brot damit bepinseln und ab geht es für 45 Minuten in den Backofen.

Das Brot schmeckt pur, getoastet mit etwas Marmelade oder auch wunderbar als French Toast…

French Toast mit Zimtbrot

Zimt-Honig-Eis

Zimt-Honig-Eis mit karamelisierten Walnüssen
Zimt-Honig-Eis mit karamelisierten Walnüssen

Das Dessert ist für mich der krönende Abschluss eines leckeren Essens, auch wenn wir nur sehr selten wirklich Desserts machen. Wenn wir jedoch Gäste zum Essen bei uns einladen, dann darf es definitiv nicht fehlen. Ein Glück, dass wir kürzlich zwei ganz besonders liebe Menschen bekochen durften, denn so hatten wir die Gelegenheit unser wunderbares Zimt-Honig-Eis zu machen.

Am besten bereits (je nach Eismaschine) einen Tag zuvor den Kühlbehälter in den Gefrierschrank geben, damit dieser bis zu seinem Einsatz gut durchgefroren ist.

Das Eis:
Zunächst die Zimtstange in Stücke brechen und gemeinsam mit der Milch und der Sahne in einem Topf erhitzen, jedoch nicht aufkochen. Wenn sich also kleine Blasen am Rand des Topfes bilden, den Topf vom Herd nehmen und eine Stunde beiseite stellen, so dass die Milchsahne den Zimtgeschmack gut aufnehmen kann.

In einer Schüssel die Eigelbe schlagen und anschließend nach und nach Honig, Zucker und Zimt unterrühren. Nun die Milchsahne von den Zimtstücken befreien und erhitzen. Die Milchsahne nun langsam und mit stetigem Rühren in die Eimischung einrühren. Anschließend die Masse wieder zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze für ca. 6 – 8 Minuten aufkochen, bis die Masse andickt. Die Masse sofort vom Herd nehmen und durch ein feines Sieb in einen luftdichten Behälter umfüllen und das Salz untermischen. Jetzt heißt es: ab in den Kühlschrank für mind. 2 Stunden, besser jedoch über Nacht.

Am nächsten Tag:
Eismasse in die Eismaschine geben und anschließend das angefrorene Eis für mind. 2 Stunden in den Tiefkühler geben.

Als krönenden Abschluss eines Menüs kann nun also das Zimt-Honig-Eis serviert werden. Als Dekoration empfehlen sich karamellisierte Walnüsse, die noch den gewissen Biss zum Dessert beisteuern. Diese lassen sich auch am Vortag bereits zubereiten und dann luftdicht verpackt aufbewahren.

Und was sagen unsere Mit-Esser?

Sophie: „***** Absolute Genussexplosion und perfekt abgestimmt mit den kandierten Nüssen!“

Apfel-Streusel-Muffin

Apfel-Streusel-Muffin mit Glasur
Apfel-Streusel-Muffin mit Glasur

Aktuell sind wir jedes Wochenende bei meiner Oma zum Kaffee. Meist haben wir einfach aus Zeitgründen in der Konditorei unseres Vertrauens Halt gemacht und dort Kuchenvariationen gekauft. Aber es geht doch nichts über Selbstgebackenes. Da meine Oma Apfelkuchen wahnsinnig gerne mag, haben wir kürzlich ein paar Apfel-Streusel-Muffins gemacht. Auch wenn Muffins von der Form her für eine Dame von 93 Jahren vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sind, so haben sie ihr doch sehr sehr gut geschmeckt 🙂

Die Streusel:
In einer Schüssel Zucker, Zimt und die geschmolzene Butter vermischen. Anschließend das Mehl nach und nach einarbeiten, bis eine dicke und krümelige Masse entstanden ist.
Nun den Backofen auf 220°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Der Teig:
Butter in der Küchenmaschine schaumig rühren und anschließend Zucker zugeben und mindestens 2 Minuten vermischen. Eier, Joghurt und Vanilleextrakt zugeben und 1 Minute auf höchster Stufe aufschlagen, anschließend auf mittlere Geschwindigkeit zurückdrehen..
Weiter geht es mit den trockenen Zutaten: Mehl, Backpulver, Backing Soda, Zimt und Salz vermengen. Die feuchten Zutaten zugeben und vorsichtig unterheben. Anschließend noch die Milch zugeben.
Die Äpfel (wir haben Booskop und Elstar gemischt) schälen, entkernen, fein würfeln und unter die Muffin-Mischung geben.

Muffinblech mit Apfel-Streusel-Muffins
Muffinblech mit Apfel-Streusel-Muffins

Anschließend den Muffinteig in Muffinförmchen geben und die Streusel gleichmäßig darauf verteilen. Ab geht es in den Backofen. Nach 5 Minuen die Temperatur auf 175° C reduzieren und weitere 15 Minuten backen.

Der Guss:
Puderzucker, Sahne und Vanilleextrakt vermischen, bis ein dickflüssiger Guss entsteht. Sollte er noch nicht gut zu verarbeiten sein helfen ein paar Tropfen warmes Wasser. Dann über die noch leicht warmen Muffins träufeln.

Und nach dem Guss kommt der Genuss –  Am besten noch leicht warm zu einer Tasse Kaffee. 🙂

Ahornsirup-Pecannuss-Zimtschnecken

Ahornsirup-Pecannuss-Zimtschnecke
Ahornsirup-Pecannuss-Zimtschnecke

Dieses Wochenende haben wir uns an die Variation eines unserer Lieblingsrezepte herangewagt und so wurden aus unseren Zimtschnecken mal eben Ahornsirup-Pecannuss-Zimtschnecken. Dieses Experiment hat sich wahrlich gelohnt – hmmm war das lecker.

Los geht es – und ja, der Anfang ist identisch mit den Zimtschnecken:
Milch, Öl und Zucker in einem Topf erhitzen. Wenn die Mischung fast kocht, Hitze wegnehmen und die Mischung auskühlen lassen, bis sie lauwarm ist.

Ist die Milchmischung abgekühlt, die Trockenhefe drüber streuen und nach einer Minute Warten unterrühren. Anschließend 2 Cups Mehl unterheben, bis alles zu einem Teig geworden ist. Diesen an einem warmen Ort mit einem Küchentuch abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.

Nach einer Stunde das letzte Mehl, Backpulver, Baking Soda und Salz mit einkneten. Danach empfiehlt es sich, den Teig noch etwas im Kühlschrank ruhen zu lassen. Zunächst den Backofen auf 190° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Den Teig nun ausrollen, so dass ein länglicher Teigstreifen entsteht. Die weiche Butter darauf streichen und anschließend den Ahornsirup gleichmäßig darauf verteilen. Darüber nun nach Belieben  Zucker und Zimt streuen und die gehackten Pecannüsse ebenfalls gleichmäßig darauf verteilen. Abschließend den Teig von der längeren Seite her einrollen  und in 5-6 cm lange Stücke schneiden. Die Schnecken nun mit etwas Abstand in die Springform setzen.

Die Schnecken kommen nun für ca. 15 – 18 Minuten in den Backofen, bis sie goldbraun sind. Zu dunkel sollten sie auf keinen Fall werden.

Anschließend einfach nur genießen.

 

Ahornsirup-Pecannuss-Zimtschnecken in der Backform
Ahornsirup-Pecannuss-Zimtschnecken in der Backform

Ahornsirup-Zimt Granola

Granola frisch auf dem Backofen
Granola frisch aus dem Backofen

Ich liebe Müsli in allen Variationen: ob mit Joghurt, Quark  oder frischen Früchten. Es gibt kaum einen besseren Start in den Tag. Und da ich gerne selber bestimmen mag, was alles in meinem Müsli drinnen ist – seien es Rosinen oder der Zuckergehalt – habe ich mich endlich an mein erstes eigenes gebackenes Müsli – auch bekannt als Granola – heran gewagt. Was soll ich sagen: es war einfach zuzubereiten und ist absolut lecker! Wenn ihr also ebenso gerne Müsli mögt, traut euch ruhig auch mal daran.

Und so geht’s:

Backofen auf 125° C vorheizen.
In einer großen Schüssel Haferflocken, Kokosflocken, gemahlene Mandeln und Nüsse vermengen. Die Margarine langsam zum Schmelzen bringen, anschließend Honig und Ahornsirup unterrühren. Die Flüssigkeit nun mit Salz, Zimt, Vanille und Muskatblüte würzen und alles über die trockenen Zutaten geben. Die Masse gut vermengen, bis alle trockenen Zutaten durchfeuchtet sind.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und die Granola-Mischung darauf verteilen und bei 125° C (Umluft) 35 – 40 Minuten backen. Dabei das Granola mehrfach vermischen, so dass alles gleichmäßig getrocknet und gebräunt wird. Das Granola ist fertig, wenn es goldgelb ist. Nach dem Backen gut auskühlen lassen und in luftdichten Gläsern aufbewahren.

Selbstverständlich könnt ihr auch jede andere Nusskombination verwenden oder Trockenfrüchte unter das Granola mischen. Wir genießen es jedoch erstmal pur auf Joghurt und mit frischen Früchten.

Granola auf Joghurt und frischen Früchten
Granola auf Joghurt und frischen Früchten

Apfel-Birnen-Nuss Crumble

Apfel-Birnen-Nuss-Crumble frisch aus dem Ofen
Apfel-Birnen-Nuss Crumble frisch aus dem Ofen

Am Wochenende waren wir mal wieder beim Apfelbauern unseres Vertrauens. Wenn man einen solchen direkt in der Region hat, sollte man auch da einkaufen – so zumindest unsere Meinung. Beim Probieren der derzeit noch verfügbaren lagerfähigen Sorten ist uns direkt der Gedanke an diesen Nachtisch gekommen, den wir bislang „nur“ mit Äpfeln hergestellt haben. Aber die Kombination aus Vereinsdechantsbirne und dem kleinen Apfel Rubinette schmeckt schon roh so verlockend, dass wir nicht lange mit der Zubereitung warten konnten.

Zunächst bereiten wir den Streusel-Belag vor. Hierzu werden die Nüsse grob gemahlen oder gehäckselt. Anschließend mit dem Mehl, den Haferflocken, dem Zucker und den Gewürzen vermengen. Das Fett in einem Topf oder in der Mikrowelle vorsichtig schmelzen und dann mit den trockenen Zutaten vermengen. Das geht mit den Händen am Besten. Die Masse wird nun im Kühlschrank zwischengeparkt, damit das Fett und damit die Streusel wieder etwas fester werden können.

In der Zwischenzeit die Zitrone heiß waschen und abreiben, anschließend den Saft auspressen. Dann werden die Äpfel und Birnen geschält, entkernt und in größere Würfel geschnitten. Sofort den Zitronensaft sowie den Abrieb der Schale hinzugeben und durchmengen, damit die Äpfel nicht zu bräunlich werden. Abschließend noch das Mehl, Vanille, Zucker und Zimt hinzugeben und gut vermengen.

Als untere Schicht die Fruchtfüllung in die Auflaufform geben und mit den Streuseln bedecken. Dann kommt die Form in den auf 180°C vorgeheizten Ofen. Die ersten 35 Minuten mit einem Deckel aus Alufolie bedecken, damit die Streusel nicht zu schnell Farbe bekommen. Dann die Folie entfernen und noch einmal 20 Minuten fertig backen. Das Obst sollte weich aber nicht musig sein und herrlich intensiv duften. Nach einer kurzen Abkühlphase kann er dann auch schon gegessen werden.

PS: Der Crumble freut sich auch über eine Kugel Vanilleeis an seiner Seite… 😉

Apfel-Birnen-Nuss-Crumble
Apfel-Birnen-Nuss Crumble

Apfelstrudel in der thailändischen Provinz

Viele kulinarische Gelüste auf europäische Küche können einen plagen, wenn man bereits mehrere Jahre als Farang, also „Fremder“, mit seiner Familie in Thailand lebt. Ganz überraschend kam der Wunsch meines Bruders also nicht – nachdem sämtliches Weihnachtsgebäck vernichtet war – einen leckerer Apfelstrudel aufgetischt zu bekommen.

Trotz der Tatsache, dass der Apfel ursprünglich aus (Vorder-)Asien stammt und eine enorme Sortenvielfalt besaß, werden in Thailand neben dem säuerlichen, aber weitestgehend geschmackfreien Granny Smith überwiegend süße Äpfel angeboten. Die klassischen, zum Backen geeigneten „alten“ Züchtungen wie Cox Orange und Boskoop oder einen Elstar gibt es hier nicht. Aus diesem Grund führte mein erster Weg in diverse Supermärkte und auf den Wochenmarkt (Talat). Ich kaufte alle verfügbaren Apfelsorten und probierte diese erstmal roh, dann gekocht. Dabei kam heraus, dass neben dem chinesischen Fuji nur noch der Royal Gala gut geeignet war. Beide haben zwar nicht viel Säure, werden aber beim Dünsten langsam weich, sodass sie sich zum Backen eignen.

Apfelstrudel, frisch aus dem Ofen
Apfelstrudel, frisch aus dem Ofen

Der zweite Schritt war dann die Auswahl des Teiges. Einen klassischen Strudelteig hätte ich hier gut herstellen können, mein Bruder wollte aber einen Blätterteig. Da es nahezu unmöglich ist, bei 37 Grad in der Küche längere Zeit mit kalter Butter zu arbeiten, musste ich auch hier etwas suchen. Nach ein oder zwei vergeblichen Anläufen fand ich im spezialisierten Backbedarf eine Packung Puff Pastry.

Die nächste Hürde stellte der einflammige Gas-Backofen in der Küche meines Bruders dar. Es bedurfte einiger Tricks, dass der Strudel nicht unten anbrannte und auf der Oberseite leichenblass blieb. Das ist mir sehr gut gelungen, wie ich finde… 🙂

Nun noch zur Zubereitung: Die Äpfel habe ich geschält und gewürfelt und mit dem Saft der Zitrone beträufeln. Anschließend mit Zimt und Zucker bissfest dünsten, dann die gestiftelten Mandeln unterheben. Die Apfelmasse abkühlen lassen. Da ich keinen bereits ausgewalzten Blätterteig bekommen konnte, musste ich meinen in der Zwischenzeit erst einmal ausrollen. Wer bereits gerollten Teig bekommt, verwendet natürlich gerne diesen. Das mittlere Drittel, wo die Äpfel platziert werden sollen, mit Panko bzw. Paniermehl bestreuen. Die abgekühlte Apfelmasse auflegen, dann den Blätterteig von beiden Seiten überlappend schließen und quer einschneiden.

Milch und Eigelb verquirlen und die Oberseite des Strudeln damit flächig bestreichen. Den Strudel im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten goldbraun backen. Aber Achtung: jeder Backofen ist anders, Temperatur und Bräunung bitte gelegentlich prüfen. Nach dem Abkühlen den Strudel reichlich mit Puderzucker bestreuen.

Meine thailändische Familie war vom Ergebnis begeistert und hat den Strudel zusammen mit einer selbstgemachten Vanillesoße ruckzuck verspeist.

Apfelstrudel im Anschnitt
Apfelstrudel im Anschnitt