Ahornsirup-Zimt Granola

Granola frisch auf dem Backofen
Granola frisch aus dem Backofen

Ich liebe Müsli in allen Variationen: ob mit Joghurt, Quark  oder frischen Früchten. Es gibt kaum einen besseren Start in den Tag. Und da ich gerne selber bestimmen mag, was alles in meinem Müsli drinnen ist – seien es Rosinen oder der Zuckergehalt – habe ich mich endlich an mein erstes eigenes gebackenes Müsli – auch bekannt als Granola – heran gewagt. Was soll ich sagen: es war einfach zuzubereiten und ist absolut lecker! Wenn ihr also ebenso gerne Müsli mögt, traut euch ruhig auch mal daran.

Und so geht’s:

Backofen auf 125° C vorheizen.
In einer großen Schüssel Haferflocken, Kokosflocken, gemahlene Mandeln und Nüsse vermengen. Die Margarine langsam zum Schmelzen bringen, anschließend Honig und Ahornsirup unterrühren. Die Flüssigkeit nun mit Salz, Zimt, Vanille und Muskatblüte würzen und alles über die trockenen Zutaten geben. Die Masse gut vermengen, bis alle trockenen Zutaten durchfeuchtet sind.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und die Granola-Mischung darauf verteilen und bei 125° C (Umluft) 35 – 40 Minuten backen. Dabei das Granola mehrfach vermischen, so dass alles gleichmäßig getrocknet und gebräunt wird. Das Granola ist fertig, wenn es goldgelb ist. Nach dem Backen gut auskühlen lassen und in luftdichten Gläsern aufbewahren.

Selbstverständlich könnt ihr auch jede andere Nusskombination verwenden oder Trockenfrüchte unter das Granola mischen. Wir genießen es jedoch erstmal pur auf Joghurt und mit frischen Früchten.

Granola auf Joghurt und frischen Früchten
Granola auf Joghurt und frischen Früchten

Cantuccini

Die fertigen Cantuccini
Die fertigen Cantuccini

Immer und immer wieder backe ich Cantuccini, die ich vor Jahren einmal bei einer Bekannten gegessen habe. Natürlich wurden sie von mal zu mal besser und erinnern heute nicht mehr im Entferntesten an gekaufte aus Großbäckereien. Allein schon der Geruch, wenn man die Gebäckdose öffnet, ist einzigartig und egal ob mit Anis, Zitrone oder Orange verfeinert, sie bleiben stets lange frisch. Selbst als ich einmal versehentlich Anis mit Kümmel verwechselte, schmeckten die Kekse auch noch hervorragend! 😉

Cantuccini sind eben nicht umsonst DAS klassische Mandelgebäck der Toskana, die man dort meistens als Dessert oder zwischendurch zu einem Glas Vin Santo, einem likörartigen Süßwein, serviert bzw. darin eintaucht. (Diesen mit Krümeln versehenen Vin Santo trinkt man aber nicht mehr, zum Trinken nimmt man einen frischen.) Das leckere harte Gebäck schmeckt aber genauso köstlich zu oder mit einem schönen schwarzen Tee oder einem feinen Milchkaffee!

Und jetzt geht es endlich los: Die Mandeln mit heißem Waser überbrühen, abgießen und anschließend häuten. Danach die Mandeln ohne Fett bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne oder auf dem Backblech unterm Grill auf Stufe 2 (aufpassen!) kurz anrösten, herausnehmen und abkühlen lassen.

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen und die übrigen Zutaten zu einem Teig vermischen. Nach Geschmack mit Anis, Zitronen- oder Orangenabrieb aromatisieren. Dann die Mandeln dazugeben und noch einmal kurz mischen.

Den Teig zu Rollen mit 4-5 cm Durchmesser formen und in großzügigem Abstand auf ein mit Backpapier oder Backfolie ausgelegtes Backblech setzen. Diese anschließend mit dem verquirltem Ei bestreichen (alternativ kann man auch Milchmädchen verwenden) und goldbelb backen, das dauert ca. 30 Minuten. Dann die Rollen aus dem Ofen nehmen und etwa fingerdicke Cantuccini abschneiden. Hierzu eignet sich am besten ein Elektromesser. Die Kekse flach auf das Backblech legen und weitere 15 Minuten goldbraun backen.

Ein kleiner Tipp: wenn man die Kekse nicht doppelt backt, sind sie mürber und zahnfreundlicher, halten aber weniger lange!

Kommentar von Mit Esser Tanja (knusperfarben.de): Diese leckeren Cantuccini haben mich spontan überzeugt. Ich bin ja normalerweise nicht der Backwaren-Fan. Hier war der Geschmack wunderbar mandelig, die Konsistenz nicht zu hart und nicht zu weich. Perfekt zu einer guten Tasse Kaffee.

Karamellgebäck-Cookies mit Haferflocken

Lecker zum Kaffee: Karamellgebäck-Creme-Cookies
Lecker zum Kaffee: Karamellgebäck-Creme-Cookies

Wer kennt sie nicht, die kleinen Karamellgebäck-Stückchen, die man gerne im Café und Restaurant zum Espresso oder Milchkaffee gereicht bekommt. Da der Weltmarkführer für diese Kekse in Belgien residiert, wo diese Kekse auch „erfunden“ wurden, wundert es kaum, dass in unserem Nachbarland diese Kekse in zerbröselter Form auch als Brotaufstrich im Supermarkt-Regal stehen. Und genau diese Creme lässt sich natürlich auch gut als Backzutat verwenden.

Vorab das Mehl mit Backpulver und dem Natron gut vermischen. Dann das Ei mit dem Zucker, der Butter und dem Vanilleextrakt mit dem Schneebesen schaumig rühren. Anschließend alle trockenen Zutaten dazu geben und schnell mit einem Holzlöffel zu einem cremigen Teig verarbeiten. Zum Schluss noch die Schokolade grob hacken und unterheben.

Cookies nach dem Glattstreichen
Cookies nach dem Glattstreichen

Jetzt kommt der Teig noch für 15 Minuten in den Kühlschrank, damit er etwas fester wird. Danach kann man mit einem Eisportionierer oder mit der Hand kleine einheitliche Mengen Keksmasse auf mit Backmatten oder Backpapier ausgelegte Backbleche setzen und mit dem Rücken eines Teelöffels glattstreichen. Danach müssen die Bleche nur noch bei 175°C in den vorgeheizten Backofen, nach etwa 15 Minuten sollten sie leicht gebräunt sein und einen betörenden Duft nach Karamell verströmen. Geschmacklich sind sie dagegen sehr „rund“, schmecken nicht zu intensiv nach Karamell sondern sind einfach zu jeder Tasse Kaffee eine perfekte Ergänzung.

Karamellgebäck-Creme-Cookies mit Haferflocken
Karamellgebäck-Creme-Cookies mit Haferflocken

Hefezopf mit Mandeln

Hefezopf mit Mandeln
Hefezopf mit Mandeln

Ich genieße es, am Wochenende die Seele baumeln zu lassen und ausgiebigst mit Familie und Freunden zu frühstücken. Und da es mit Selbstgebackenem gleich doppelt so schön ist, haben wir uns kürzlich an einen Hefezopf herangewagt. Soviel vorweg: es war wesentlich einfacher als erwartet und hat unsere Frühstückstafel um Einiges bereichert. Mit etwas Butter oder Marmelade, oder vielleicht doch lieber mit etwas Käse belegt?

Nein, ich will euch nicht nur eine lange Nase machen, sondern teile selbstverständlich auch unser Rezept mit euch, so dass ihr an eurem Sonntagsfrühstück all eure Mit-Esser beglücken könnt. 🙂 Also los geht’s:

Geflochten, bepinselt und bestreut
Geflochten, bepinselt und bestreut

Zunächst das Mehl in eine große Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen. Nun die Hefe in der lauwarmen Milch – ca. 50 ml Milch zunächst beiseite Stellen –  mit 1 TL Zucker auflösen. Die Hefemilch in die Mulde geben und mit den Fingern vom Rand her mit einer kleinen Menge des Mehls zu breiartiger Konsistenz vermischen. Den Vorteig an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen und anschließend die restlichen Zutaten hinzugeben. Dabei ca. die Hälfte des zweiten Eigelbs mit einem Löffel abzweigen und beiseite stellen. Nun den Teig gut durchkneten und mit etwas Mehl bestäubt an einem warmen Ort zugedeckt ca. 2 bis 3 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdreifacht haben.

Zunächst den Backofen auf 130° C vorheizen. Den Teig dreiteilen und zu länglichen Strängen rollen. Dabei vorsichtig arbeiten, damit nicht zu viel Luft aus dem Teig entweicht. Anschließend aus den drei Strängen einen lockeren Zopf flechten. Das verbliebene Eigelb mit einem Esslöffel Milch vermischen und den Zopf damit bestreichen. Anschließend mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreuen. Den Zopf nun für ca. 35 – 40 Minuten bei den voreingestellten 130°C backen.

Lasst es euch schmecken!

Der Hefezopf frisch aus dem Ofen
Der Hefezopf frisch aus dem Ofen

Apfelstrudel in der thailändischen Provinz

Viele kulinarische Gelüste auf europäische Küche können einen plagen, wenn man bereits mehrere Jahre als Farang, also „Fremder“, mit seiner Familie in Thailand lebt. Ganz überraschend kam der Wunsch meines Bruders also nicht – nachdem sämtliches Weihnachtsgebäck vernichtet war – einen leckerer Apfelstrudel aufgetischt zu bekommen.

Trotz der Tatsache, dass der Apfel ursprünglich aus (Vorder-)Asien stammt und eine enorme Sortenvielfalt besaß, werden in Thailand neben dem säuerlichen, aber weitestgehend geschmackfreien Granny Smith überwiegend süße Äpfel angeboten. Die klassischen, zum Backen geeigneten „alten“ Züchtungen wie Cox Orange und Boskoop oder einen Elstar gibt es hier nicht. Aus diesem Grund führte mein erster Weg in diverse Supermärkte und auf den Wochenmarkt (Talat). Ich kaufte alle verfügbaren Apfelsorten und probierte diese erstmal roh, dann gekocht. Dabei kam heraus, dass neben dem chinesischen Fuji nur noch der Royal Gala gut geeignet war. Beide haben zwar nicht viel Säure, werden aber beim Dünsten langsam weich, sodass sie sich zum Backen eignen.

Apfelstrudel, frisch aus dem Ofen
Apfelstrudel, frisch aus dem Ofen

Der zweite Schritt war dann die Auswahl des Teiges. Einen klassischen Strudelteig hätte ich hier gut herstellen können, mein Bruder wollte aber einen Blätterteig. Da es nahezu unmöglich ist, bei 37 Grad in der Küche längere Zeit mit kalter Butter zu arbeiten, musste ich auch hier etwas suchen. Nach ein oder zwei vergeblichen Anläufen fand ich im spezialisierten Backbedarf eine Packung Puff Pastry.

Die nächste Hürde stellte der einflammige Gas-Backofen in der Küche meines Bruders dar. Es bedurfte einiger Tricks, dass der Strudel nicht unten anbrannte und auf der Oberseite leichenblass blieb. Das ist mir sehr gut gelungen, wie ich finde… 🙂

Nun noch zur Zubereitung: Die Äpfel habe ich geschält und gewürfelt und mit dem Saft der Zitrone beträufeln. Anschließend mit Zimt und Zucker bissfest dünsten, dann die gestiftelten Mandeln unterheben. Die Apfelmasse abkühlen lassen. Da ich keinen bereits ausgewalzten Blätterteig bekommen konnte, musste ich meinen in der Zwischenzeit erst einmal ausrollen. Wer bereits gerollten Teig bekommt, verwendet natürlich gerne diesen. Das mittlere Drittel, wo die Äpfel platziert werden sollen, mit Panko bzw. Paniermehl bestreuen. Die abgekühlte Apfelmasse auflegen, dann den Blätterteig von beiden Seiten überlappend schließen und quer einschneiden.

Milch und Eigelb verquirlen und die Oberseite des Strudeln damit flächig bestreichen. Den Strudel im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten goldbraun backen. Aber Achtung: jeder Backofen ist anders, Temperatur und Bräunung bitte gelegentlich prüfen. Nach dem Abkühlen den Strudel reichlich mit Puderzucker bestreuen.

Meine thailändische Familie war vom Ergebnis begeistert und hat den Strudel zusammen mit einer selbstgemachten Vanillesoße ruckzuck verspeist.

Apfelstrudel im Anschnitt
Apfelstrudel im Anschnitt

Zimtsterne

Wer gerne Zimtsterne mag, die auch nocDSC_0026h nach drei Wochen schön saftig und weich sind, sollte diesem Rezept eine Chance geben. Das Pektin im Gelee sorgt dafür, dass die Zimtsterne nicht hart werden, wenn sie in einer gut verschließbaren Dose aufbewahrt werden.

 

Los geht es mit dem Eiweiß, das mit einer Prise Salz zuerst langsam dann auf höchster Stufe steif geschlagen wird. Den Puderzucker in vier Portionen zum Eischnee geben, dabei auf mittlerer Stufe weiter rühren. Anschließend noch einmal auf höchster Stufe 3 Minuten weiter schlagen.

4 bis 5 EL für die Glasur abnehmen und kalt stellen. Die übrigen Zutaten mischen und mit dem restlichen Eischnee zu einem glatten, formbaren Teig verarbeiten. Diesen dann zwischen Frischhaltefolie oder Backpapier 5-6 mm dick ausrollen. Sterne ausstechen und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche setzen. Anschließend kann mit einem kleinen Küchenmesser oder Backpinsel die beseite gestellte Eiweißglasur aufgetragen werden.

Die Sterne anschließend mindestens 4 Stunden, besser über Nacht antrocknen lassen. Erst dann im vorgeheizten Backofen bei 140° C auf mittlerer Schiene 12 bis 15 Minuten weiter trocknen. Die Glasur sollte möglichst weiß/hell bleiben.

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Auch  wenn sich die Sterne längere Zeit halten können sie gerne sofort probiert werden… 😉

Mandelrauten

MandelrautenVor einigen Wochen überließ mir meine beste Freundin das Rezept für ihre Lieblings-Plätzchen: Mandelrauten. Die versteckte Bitte, ihr ein paar davon zu backen, habe ich gleich gespeichert, doch bevor ich diese für sie backe, müssen Sven und ich uns ja einmal selbst an diese heranwagen. Vorweg sei soviel gesagt: es hat sich wirklich gelohnt!!

Mehl, Mandeln, Zucker und Butter zu einem glatten Teig verarbeiten und diesen erstmal eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 150° C (Umluft) vorheizen.
Den Teig auf einer Lage Backpapier ca 3 mm Dick ausrollen und das Backpapier auf ein Backblech ziehen. Den Teig ca 8 Minuten backen.

Während der Teig gart, Eiweiß steif schlagen und erstmal bei Seite stellen (am Besten in den Kühlschrank). In einer separaten Schüssel Butter, Eigelb und Zucker 5 Minuten cremig rühren, dann die Mandeln unterheben. Auch das Eiweiß unterheben und den vorbereiteten Belag auf den vorgebackenen Teig streichen. Alles weitere 15 – 20 Minuten backen.
Den fertigen Teig nun in Rauten schneiden.

100 g Puderzucker und 2-3 EL Zitronensaft verrühren und über die Rauten streichen. Den restlichen Guss mit Puderzucker andicken und den Guss in einen Gefrierbeutel geben, Ecke abschneiden und die Rauten mit dem dickeren Zuckerguss verzieren. Anschließend die Rauten gut trocknen lassen.

Fertig ist ein wunderbar mandelig-zitroniges Plätzchen, das sofort zu einem von Svens Lieblingsplätzchen erkoren wurde. Mandelrauten wird es bei uns jetzt wohl häufiger geben 😉