Christine Sinnwell-Backes: Pancakes

Koch und Backbücher sind eine heimliche Leidenschaft von mir. Dabei kommt es auf ausgefallene Rezepte, gute Beschreibungen und wunderschöne Bilder an. Denn genau die Bilder sind es, die einem Lust darauf machen, das Rezept nachzumachen.

Pancakes kommen bei uns sonntags durchaus mal auf den Frühstückstisch. Dabei lieben wir unser wunderbares Rezept mit Buttermilch. Vielleicht sollten wir euch auch einmal daran teilhaben lassen? Was meinst du, Sven?

Als ich auf dieses Buch gestoßen bin, das mir freundlicher Weise für eine Rezension zur Verfügung gestellt wurde, war ich voller Vorfreude, welche unerwarteten Twists Christine Sinwell-Backes dem locker-fluffigen Gebäck wohl verleihen würde. Ideen, auf die wir bisher selber nicht gekommen sind.

Die Pancakes sind in drei Kategorien eingeteilt: süß, herzhaft und Art 😉 Neben den klassischen Pancakes mit Ahornsirup und Butter oder mit Äpfeln und Zimt (dafür braucht es das Buch nicht), finden sich tatsächlich ein paar nette Abwechslungen, wie Orangen-Ricotta-Pancakes oder Blaubeer-Polenta-Pancakes. Aber auch Pancakes mit Bacon und Käse. Aber alles in allem keine große, neue Pancake-Offenbarung.

Auch von der Pancake-Art hätte ich mehr erwartet, denn wir alle haben in unseren Timelines schon zig wunderbare Pancake-Kunst gesehen, beispielsweise von Darth Vader oder anderen. Da können Bärchen und Schafe aus diesem Buch nicht mithalten, aber jeder fängt ja mal klein an.

Wer jedoch keine Stunden im Web verbringt, auf der Suche nach Inspirationen, um seine Frühstücks-Pancakes etwas ausgefallener zu gestalten, der wird mit diesem Buch wahrlich seine Freude haben.

Christine Sinwell-Backes: Pancakes
Verlag: Bassermann Inspiration
Seiten: 75
ISBN: 978-3-8094-3614-0

 

Sonia Lucano: Detox Wasser

Sonia Lucano: Detox WasserÜberall hört man, wie wichtig es ist, ausreichend zu trinken. Doch wer von uns schafft es schon, auf seine mindestens 2 Stunden am Tag zu kommen? Ich ehrlich gesagt nicht, auch wenn mir im Büro immer Wasser und Tee zur Verfügung stehen. Ich versuche mich mit kleinen Tricks selbst zu betuppen. Sei es das immer präsente Wasserglas, die Lieblingstasse oder auch der Strohhalm. Doch wenn der Geschmack nicht stimmt, dann helfen auch diese Tricks meist nur mäßig.

Vergangenes Jahr habe ich bereits eine Trinkflasche mit eingebautem Obstbehälter gekauft und seither trinke ich deutlich mehr. Doch über die Mischung Limette & Minze bin ich bisher nicht hinaus gekommen. Daher war ich sehr gespannt auf Sonia Lucanos „Detox Wasser – zum Kuren, Abnehmen und Wohlfühlen“, welches ich speziell vor dem Hintergrund „ausreichend trinken“ und nicht so sehr Abnehmen getestet habe.

Die wichtigste Frage, die ich mir vorab gestellt habe: Hat Sonia Lucano wirklich neue Anregungen für mich zu bieten?
Ja und nein 🙂 Natürlich sind einige Rezepte darin enthalten, die ich kenne oder die absolut logisch sind, wie beispielsweise alle möglichen Zitrusfrüchte zu mischen. Aber auch einige neue Anregungen!

Lohnt es sich, dieses Buch zu kaufen? Ja, aus meiner Sicht schon. Auch wenn man sich bei Pinterest und Co wunderbar viele Rezepte für aromatisiertes Wasser zusammen suchen kann. Man sollte jedoch auch ein paar Dinge beachten:
– Die Mischung stimmt nicht mit dem Bild dazu überein. Man benötigt viel mehr Einlage (wie auch im Rezept angegeben), um das Wasser zu aromatisieren. Im Bild sind jedoch nur ganz wenig Scheiben Obst/Gemüse im Bild zu sehen.
– Eiswürfel… diese werden laut Rezept direkt bereits beim aromatisieren hinzu gegeben und sind nach einigen Stunden ziehen auf den Bildern immer noch zu sehen.
Bilder in Koch- und Backbüchern kommen nie an das heran, das wir uns selber zubereiten. Schließlich sind wir alle keine Fooddesigner, auch wenn einige Blogger hier schon wahnsinnig tolle Bilder erstellen können. Kochbücher richten sich aber ja auch eher an das „einfache“ Volk 🙂

 

Sonia Lucano: Detox Wasser – zum Kuren, Abnehmen und Wohlfühlen
Verlag: Bassermann Inspiration
Seiten: 80
ISBN: 978-3572082162

Buch bei amazon.de kaufen.
Und wer noch eine schöne Trinkflasche dazu braucht… kann hier schauen 🙂

Alexander Herrmann: Küchen IQ 1 Basis

Die meisten Hobbyköche erhalten ihre Inspiration für ein Gericht oder Menü, sehr individuell gewichtet, aus zwei unterschiedlichen Quellen. Auf der einen Seite sind da die fertigen Rezepte in Büchern, Zeitschriften, Internet-Portalen, Blogs oder von Verwandten und Freunden. Auf der anderen Seite steht das eigene Wissen, welche Bestandteile eines Essens miteinander harmonieren oder einen ausreichenden Kontrast bieten, sei es nun durch Überlieferung oder eigenes Probieren und Studieren. Diese bereits von Jürgen Dollase sehr ausführlich beschriebene „kulinarische Intelligenz“ ist es, die reine Ernährung zum Genuss werden lässt und den guten Koch abhebt.

Um uns dieses Wissen näher zu bringen, ist auch der Prototyp der jungen Wilden in der deutschen regionalen Küche und inzwischen alteingesessener Fernseh- und Sternekoch Alexander Herrmann angetreten mit seiner Buchreihe Küchen IQ. Laut Klappentext „liefert [sie] eine leicht verständliche, logisch aufgebaute und umfassende Erklärung der Grundlagen des Kochens, der Funktionsweise eines Rezepts und ermöglicht es so jedem Hobbykoch, eigene Gerichte stimmig und in kompletter Eigenregie zusammenzustellen.“

Das klingt erstmal gut und hat mich auch wirklich neugierig gemacht. Daher habe ich Küchen IQ 1 Basis bei eBook.de bestellt. Endlich einmal keine reine Rezeptsammlung sondern eine verständliche Erklärung, warum bestimmte Zutaten einfach perfekt zusammen passen, bestimmte Gerichte nie aus der Mode kommen oder die asiatische Küche sehr stark mit starken Kontrasten (süße, saure, scharfe und salzige Komponenten) spielt und damit international erfolgreich ist.

Doch die Euphorie weicht leider bereits nach wenigen Seiten. Auf diesen werden, wenn auch nur sehr oberflächlich, einige Begriff bzw. das Konzept des Buchs erklärt. Was dann aber folgt, ist eine schön gestaltete und reich bebilderte Auflistung von 110 Rezpten. Zugegeben, es sind nur Rezepte einzelner Komponenten, die dann für ein Gericht oder Menü zusammengestellt werden können. Durch eine diagrammförmige Beschreibung des Aromenspektrums werden diese ergänzt, auf dass die Kombination leicht gelinge. Da sind schon einige Sachen dabei, die wir in naher Zukunft auf jeden Fall ausprobieren werden. Spannend ist auch, dass die einzelnen Teile nicht nach Herkunft der Küche sondern nur nach ihrer Verwendung (Gemüse-Komponente, Fisch, Fleisch, Sättigungsbeilage) gruppiert sind.

Dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack. Sollte dieses Buch nicht genau das Gegenteil einer Rezeptesammlung sein? Dieses Ziel wurde aus meiner Sicht nicht nur knapp verfehlt, was sehr schade ist.

Alexander Herrmann und Nina Holländer: Küchen IQ 1 Basis
Hardcover

Verlag: Collection Rolf Heyne
ISBN-13: 978-3899104738

Dieser Beitrag wird ermöglicht durch ein Produktsponsoring.

Peanut Butter & Co Cookbook

Peanut Butter Banana Bread
Peanut Butter Banana Bread

Wir lieben Erdnussbutter! Und so haben wir drei es uns nicht nehmen lassen, bei unserem letzten New York Trip einen Abstecher zu Peanut Butter & Co zu machen, einem kleinen Sandwichladen im Süden Manhattans zu machen. Das wirklich Tolle ist, dass „The Peanut Butter Guy“ Lee Zalben nicht einfach irgendeine Erdnussbutter verwendet, sondern seine eigene. Gleich 10 verschiedene Sorten, dabei natürlich die klassischen mit und ohne Erdnussstücken, aber auch welche mit Ahornsirup, Zimt und Rosinen oder mit feurigen Gewürzen. Ein Traum, den man sich zumindest in den USA auch außerhalb von NYC gönnen kann, denn Lee Zalbens Erdnussbutter wird in vielen Supermärkten verkauft.

Zu unserer großen Freude hat auch Lee Zalben ein Kochbuch, das „Peanut Butter & Co Cookbook“ herausgebracht, welches sich – wie könnte es auch anders sein – natürlich in unserer Kochbuchsammlung befindet. Neben klassischen Sandwiches wie PB&J und dem Elvis (Erdnussbutter, Banane und Bacon) finden sich auch einige herzhafte Rezepte und tolle Dessertvarianten.
Für das 1. Bonner Foodcamp haben wir auch endlich eine Gelegenheit gefunden, das Peanut Butter Banana Bread zu backen und wir – und soweit wir das mitbekommen haben auch die Teilnehmer des Foodcamps waren absolut begeistert von diesem Brot.

Peanut Butter & Co. Cookbook
Peanut Butter & Co. Cookbook