Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke

Wenn draußen so langsam wieder wärmer wird, ist es natürlich auch erneut Zeit für unsere erfrischenden Eis am Stiel Kreationen. Dann freue ich mich auch auf laue Abende auf der Terrasse mit einem Glas leckeren Gin Tonic. Was liegt also näher als Beides miteinander zu kombinieren?!?

Mit dem Aufstieg des Gin zu einem absoluten In-Getränk in den letzten Jahren (endlich auch in Deutschland), hat sich auch in Sachen Vielfalt und Geschmacksnuancen einiges getan… Meine persönlichen Favoriten sind die eher frischen Vertreter der Zunft, wie der Hendrick’s mit seinem tollen Gurkenaroma oder die stärkeren Zitrusnoten eines Larios 12 oder The Botanist. Erstgenannter ist in Kombination mit etwas Salatgurke auch als Eis ein sehr guter Begleiter für den Feierabend im Gartenstuhl.

Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke
Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke

Los geht es mit der Herstellung einer kleinen Menge Sirup, denn ganz ohne Einsatz von Zucker fehlt mir das passende Mundgefühl. Für den Sirup den Zucker mit den 150 ml Wasser und der Limettenschale aufkochen und anschließend wieder abkühlen lassen. Vor der weiteren Verwendung die Schale der Limette entfernen und anschließend mit den übrigen Zutaten kurz verrühren. Die Mischung in die Eisformen abfüllen und pro Eis zwei oder drei dünne Scheiben Gurke hinzufügen.

Mindestens 24 Stunden durchfrieren lassen, durch den Alkohol im Eis friert es nicht ganz so gut wie gewohnt und schmilzt etwas schneller.

 

Cannelloni Spinat-Ricotta

Cannelloni mit Spinat und Ricotta gefüllt
Cannelloni mit Spinat und Ricotta gefüllt

Hier kommt ein sehr einfaches und dennoch schmackhaftes Rezept für leckere Cannelloni aus dem Ofen. Leider muss man ein bisschen Zeit mitbringen, da die Füllung zunächst wieder auf Raumtemperatur abkühlen muss, bevor sie in die Nudelröhren gefüllt werden kann.

Wir beginnen also mit der Spinatfüllung. Hierzu werden die Zwiebel sowie die Knoblauchzehen in feine Würfel geschnitten und anschließend in einem großen Topf in einem Viertel der Butter bei mittlerer Hitze angedünstet, bis der Knoblauch aromatisch duftet. Den Spinat dazugeben, direkt einen Deckel auflegen und den Spinat zusammenfallen lassen. Den Herd ausschalten und den Spinat zehn Minuten stehen lassen. Dann den Ricotta hinzu geben und die Mischung mit Salz und Pfeffer sowie reichlich Muskatnuss nach Geschmack würzen. Anschließend die Füllung weiter mindestens auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Erst dann kann die Spinat-Ricotta-Mischung in die Nudeln gefüllt werden. Am besten die Nudeln aufrecht in die Auflaufform stellen und mit einem kleinen Löffel die Füllung in die Röhren füllen bzw. streichen. Dann erst legen und je nach Größe der Form schichten. Den Backofen bereits auf 190°C Umluft vorheizen.

Jetzt brauchen wir nur noch eine helle Bechamel herstellen. Dafür die Butter im kleineren Topf zerlassen, Mehl hinzugeben und kurz anschwitzen. Bei mittlerer Hitze die Gemüsebrühe hinzugeben, mit einem Schneebesen klümpchenfrei rühren und aufkochen lassen. Dann die Milch hinzufügen und die Soße erneut aufkochen lassen. Mit Salz und nach Belieben noch etwas Muskatnuss abschmecken. Da sich die ungekochten Nudeln der Flüssigkeit und des Salzes der Soße bemächtigen sollte diese ruhig kräftig gewürzt sein.

Die Soße über die Nudeln geben, sie sollten knapp aber komplett bedeckt sein und direkt mit dem geriebenen Käse bestreuen. Die Auflaufform in den Ofen stellen und in ca. 35-40 Minuten zu goldbrauner Perfektion backen. Nach dem Entnehmen aus dem Ofen die Cannelloni mindestens noch fünf Minuten stehen lassen, bevor sie auf Teller verteilt werden… auch wenn das vielleicht beim diesem Duft schwerfällt! 😉

Spargel-Garnelen-Salat

Gerade im Frühsommer, wenn die Spargel-Zeit sich langsam dem Ende entgegen neigt und die Temperaturen steigen, ist abends ein lauwarmer Salat keine verkehrte Idee. Daher haben wir etwas recherchiert und dabei aus verschiedenen Rezepten die Idee zu diesem leckeren grünen Spargel-Garnelen-Salat mit Biss entwickelt.

Los geht es mit der Vorbereitung des Gemüses. Spargel von den holzigen Ende befreien, die Kaiserschoten längs in Rauten schneiden, die Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden und abschließend die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Anschließend die Garnelen trocken tupfen und mit dem Knoblauch in einem Esslöffel Öl bei hoher Hitze kurz scharf anbraten, salzen, pfeffern und beiseite stellen. Solltet ihr rohe Garnelen verwenden, solltet ihr die Temperatur zurückdrehen und die Garnelen zunächst noch in der Pfanne gar ziehen lassen.

In die selbe Pfanne dann zunächst den Spargel geben und bei mittlerer Hitze von allen Seiten anbraten, bis er leicht bräunlich wird, ca. 4-5 Minuten. Dann die Frühlingszwiebeln und Kaiserschoten hinzugeben, kurz mit anbraten und mit der Sahne oder Kokosmilch ablöschen. Die Gemüsemischung für weitere 4 Minuten köcheln lassen, bis der Spargel bissfest ist. Dann die Garnelen samt Knoblauch dazugeben und die Sauce bzw. das warme Dressing mit Salz, Pfeffer, Hoisin-Sauce und Limettensaft abschmecken. Nur noch kurz etwas abkühlen lassen und schon ist der Salat servierbereit!

Warmer Spargel-Garnelen-Salat

Nudel-Chorizo-Auflauf

Mis en Place für den Nudel-Chorizo-Auflauf
Mis en Place für den Nudel-Chorizo-Auflauf

Auch bei Hobbyköchen wird, so munkelt man zumindest, von Zeit zu Zeit mal eine Tüte mit einem „fix“-Produkt aufgerissen, eventuell noch leicht verfeinert oder abgewandelt. Sei es, dass unter der Woche die Zeit zu sehr drängt oder aber einen der Geschmack an die Kindheit oder einen bestimmten Lebensabschnitt erinnert bzw. sich einfach eingeprägt hat. So geht es mir, wenn es um Schinken-Nudelauflauf geht, kein Vorkochen der Nudeln notwendig, schnell und sauber ist es auch noch. Wobei ich den Schinken eigentlich aufgrund der Würze schon immer durch Salami ersetzt habe. Wohl wissend, dass es auch ohne Beutel geht und dabei eigentlich ein Rezept für mit-esser.de entstehen könnte, habe ich mir die Inhaltsstoffe genauer angeschaut und bin auf nachfolgende Rezeptur gekommen:

Zunächst den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen. Los geht es dann mit der Chorizo, diese in feine Streifen schneiden und beiseite stellen. Anschließend die Zwiebeln möglichst fein würfeln und in einem mittelgroßen Kochtopf bei mittlerer Hitze im Olivenöl anschwitzen. Wenn die Zwiebeln leicht Farbe bekommen, beide Paprikapulver sowie das Tomatenmark hinzufügen, kurz mit anschwitzen und dann mit 400 ml Wasser ablöschen. Milch und Sahne ebenfalls hinzugeben sowie mit Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe würzen. Die Mischung weiter erhitzen.

Nudeln, Chorizo und Erbsen
Nudeln, Chorizo und Erbsen

In der Zwischenzeit in einer großen Auflaufform die ungekochten Nudeln, die Chorizo sowie die noch gefrorenen Erbsen mischen. Danach wieder ein Auge auf unseren Kochtopf werfen. Kurz vor dem Aufkochen die Speisestärke in etwas kalten Wasser anrühren. Den Topf kurz vom Herd nehmen und die Stärke mit einem Schneebesen schnell einrühren, damit keine Klumpen entstehen. Anschließend noch für ca. 2 Minuten leicht köcheln lassen. Erst zum Schluss Oregano und Frühlingszwiebeln in die nun angedickte Flüssigkeit geben.

Den kompletten Inhalt des Topfes über die Nudeln gießen. Sie sollten von der Flüssigkeit komplett bedeckt sein. Dann den Gratinkäse darübergeben. Wir verwenden gerne eine Mischung aus Greyerzer und Mozzarella, es gehen aber auch eine fertige Gratin-Käse-Mischung oder die Reste vom mittelalten Gouda vom Wochenende… 😉

Die Auflaufform muss jetzt nur noch für 35-40 Minuten in den Ofen.
Bon Appetit! 🙂

Der fertige Auflauf, frisch aus dem Ofen
Der fertige Auflauf, frisch aus dem Ofen

Teekanne easy Tea Indischer Chai – für Nespresso

Teekanne easy Tea Indischer Chai - für Nespresso-Kapselmaschinen
Teekanne easy Tea Indischer Chai – für Nespresso-Kapselmaschinen

Nach den inzwischen unzähligen Kaffeekapseln anderer Kaffee-Produzenten für die „Mutter“ aller Kapsel-Systeme, gibt es nun auch Tee in bunten Kapseln für eben diese Maschinen. Teekanne easy Tea heißt das Konzept und obwohl man mit TeaLounge auch eine eigene Kapsel-Maschine – sogar speziell für die Tee Zubereitung – anbietet, möchte es Teekanne anscheinend nicht versäumen, die Millionen von bereits im Markt befindlichen Nespresso-Maschinen zu bedienen.

Da stellen sich natürlich ein paar Fragen: Warum Tee aus einem Kaffee Automaten? Macht für einen Chai Latte sogar Sinn, die geschäumte Milch läuft Dank Macchiato-Taste, Aeroccino oder manueller Dampfdüse vorab in die Tasse, der Tee bequem hinterher. Was ist mit der Ziehzeit? Hier wird einfach Roiboos anstelle von schwarzem Tee verwendet, der dann durch die chai-typischen Gewürze ergänzt wird, angeblich alles ohne künstliche Aromen. Und schmeckt das letztlich? Erstaunlich gut sogar, wobei man für ein großes Glas oder Becher lieber zwei Kapseln verwenden sollte, damit der Tea auch durchschmeckt. Spürbar sind vordergründig auf jeden Fall die leichte Süße von Zimt und Süßholz sowie feine Noten von Nelke und Kardamom. Ist das Ganze seinen Preis wert? Gute Frage… schnell und bequem ist es schon. 10 Kapseln für 2,99 Euro liegen zunächst mal etwas unter dem von Néstle gewohnten Niveau, bedenkt man aber die doppelte Dosierung ist dieser schnelle Chai Latte ein echt teures Vergnügen!

Alexander Herrmann: Küchen IQ 1 Basis

Die meisten Hobbyköche erhalten ihre Inspiration für ein Gericht oder Menü, sehr individuell gewichtet, aus zwei unterschiedlichen Quellen. Auf der einen Seite sind da die fertigen Rezepte in Büchern, Zeitschriften, Internet-Portalen, Blogs oder von Verwandten und Freunden. Auf der anderen Seite steht das eigene Wissen, welche Bestandteile eines Essens miteinander harmonieren oder einen ausreichenden Kontrast bieten, sei es nun durch Überlieferung oder eigenes Probieren und Studieren. Diese bereits von Jürgen Dollase sehr ausführlich beschriebene „kulinarische Intelligenz“ ist es, die reine Ernährung zum Genuss werden lässt und den guten Koch abhebt.

Um uns dieses Wissen näher zu bringen, ist auch der Prototyp der jungen Wilden in der deutschen regionalen Küche und inzwischen alteingesessener Fernseh- und Sternekoch Alexander Herrmann angetreten mit seiner Buchreihe Küchen IQ. Laut Klappentext „liefert [sie] eine leicht verständliche, logisch aufgebaute und umfassende Erklärung der Grundlagen des Kochens, der Funktionsweise eines Rezepts und ermöglicht es so jedem Hobbykoch, eigene Gerichte stimmig und in kompletter Eigenregie zusammenzustellen.“

Das klingt erstmal gut und hat mich auch wirklich neugierig gemacht. Daher habe ich Küchen IQ 1 Basis bei eBook.de bestellt. Endlich einmal keine reine Rezeptsammlung sondern eine verständliche Erklärung, warum bestimmte Zutaten einfach perfekt zusammen passen, bestimmte Gerichte nie aus der Mode kommen oder die asiatische Küche sehr stark mit starken Kontrasten (süße, saure, scharfe und salzige Komponenten) spielt und damit international erfolgreich ist.

Doch die Euphorie weicht leider bereits nach wenigen Seiten. Auf diesen werden, wenn auch nur sehr oberflächlich, einige Begriff bzw. das Konzept des Buchs erklärt. Was dann aber folgt, ist eine schön gestaltete und reich bebilderte Auflistung von 110 Rezpten. Zugegeben, es sind nur Rezepte einzelner Komponenten, die dann für ein Gericht oder Menü zusammengestellt werden können. Durch eine diagrammförmige Beschreibung des Aromenspektrums werden diese ergänzt, auf dass die Kombination leicht gelinge. Da sind schon einige Sachen dabei, die wir in naher Zukunft auf jeden Fall ausprobieren werden. Spannend ist auch, dass die einzelnen Teile nicht nach Herkunft der Küche sondern nur nach ihrer Verwendung (Gemüse-Komponente, Fisch, Fleisch, Sättigungsbeilage) gruppiert sind.

Dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack. Sollte dieses Buch nicht genau das Gegenteil einer Rezeptesammlung sein? Dieses Ziel wurde aus meiner Sicht nicht nur knapp verfehlt, was sehr schade ist.

Alexander Herrmann und Nina Holländer: Küchen IQ 1 Basis
Hardcover

Verlag: Collection Rolf Heyne
ISBN-13: 978-3899104738

Dieser Beitrag wird ermöglicht durch ein Produktsponsoring.

Eis am Stiel: Erdbeere-Minze

Erdbeeren und Minze - eine erfrischende Kombination
Erdbeeren und Minze – eine erfrischende Kombination

Fast nichts ist hierzulande besser geeignet, um als Frucht den kommenden Sommer anzukündigen als die Erdbeere. Nicht die eher knusprigen, hellroten, riesigen „Beeren“ aus nordafrikanischen oder spanischen Gewächshäusern, die uns den Winter über begleiten und weniger Aroma als ein paar alte Hausschuhe besitzen. Nein, wir meinen die unterschiedlich großen, süß-saftigen, aromatischen, dunkelroten Exemplare aus lokaler oder zumindest heimischer Ernte, die spätestens ab Mai überall verfügbar sind.

Um den Geschmack in den Spätsommer hinein konservieren zu können, haben wir aus unserer liebsten roten Frucht ein Eis gemacht und mit etwas Minze kombiniert. Das sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch nochmal viel erfrischender. Die Zubereitung ist wie immer einfach und schnell:

Die Limtte heiß abwaschen, drei Streifen Schale mit einem Sparschäler oder dem Messer ablösen. Eine Hälfte der Limette auspressen und beiseite stellen. Wasser und Zucker in einem kleinen Topf erhitzen, die Limettenschale hinzugeben und aufkochen lassen. Hat sich der Zucker komplett aufgelöst, den Sirup auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann die Schalen entfernen. In der Zwischenzeit können die Erdbeeren gewaschen, geputzt und zur Hälfte fein gewürfelt werden. Die andere Hälfte wird zusammen mit dem erkalteten Sirup und dem Limettensaft püriert. Abschließend die Minzblättchen in sehr feine Streifen schneiden und zusammen mit den gewürfelten Erdbeeren zum Püree hinzugeben. Die Masse direkt in die Eisformen abfüllen und nach frühestens fünf Stunden wieder entnehmen.

Das fertige Erdbeer-Minz-Eis
Das fertige Erdbeer-Minz-Eis

Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer

Zutaten für das Zitronen-Ingwer-Eis
Zutaten für das Zitronen-Ingwer-Eis

Da derzeit, ein paar Tage vor dem meteorologischen Sommeranfang, die Temperaturen stark steigen, sehnen wir uns wieder nach einer eiskalten und erfrischenden Abkühlung. Aufgrund unserer Zuneigung zum mexikanischen Wassereis, Paletas genannt, haben wir ein wenig experimentiert und sind auf diese naheliegende, aber nicht weniger erfrischende Kombination aus sauer-saftiger Zitrone und würzig-scharfem Ingwer gekommen.

Vorbereitend haben wir eine Zitrone ihrer Schale beraubt und anschließend alle drei Zitrusfrüchte ausgepresst. Das sollte etwa 185 ml Saft ergeben. Den Ingwer haben wir geschält, mit einem Löffel geht das immer noch am effektivsten, und in Scheiben geschnitten.

Wasser, Zucker, Zitronenschale und die Hälfte der Ingwerscheiben in einem kleinen Kochtopf aufkochen und ca. fünf Minuten einkochen lassen. Anschließend wieder auf Raumtemperatur abkühlen lassen, erst dann die Zitronenschale herausnehmen und entsorgen. Den gekochten sowie den übrigen frischen Ingwer in einem Mixbecher geben, mit dem Zitronensaft mithilfe eines Pürierstabs zu einem leichten Mus verarbeiten. Das Mus mit dem Sirup mischen und direkt in Eisformen abfüllen, mit Stielen bestücken und dann in den Gefrierschrank geben. Nach ca. 5 Stunden ist das erfrischende Eis fest durchgefroren und verzehrfertig.

Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer
Eis am Stiel: Zitrone-Ingwer

Kaffeeröstereien der Region, Teil 1 – Mahou Kaffeerösterei, Köln Porz

Kaffee kann etwas bewirken. Für den Einen ist es der schnelle, aufweckende Kick am Morgen, ein absolutes Muss um in den Tag zu starten. Ein Anderer genießt ihn nur in Momenten der Entspannung und Entschleunigung. Denkt dabei gerne an den letzten Urlaub, die kleine Kaffeebar auf der Ecke der Piazza, mit den zwei winzigen Tischen unter dem schattenspendenden Baum, direkt gegenüber der Kirche.

Kaffee kann spalten. Ob traditionelle French Press, bequemer Vollautomat, chromblinkende Siebträgermaschine, komfortable Kapselmaschine oder zeremonieller Handaufguss, jeder hat seine bevorzugte(n) Zubereitungsform(en). Jede dieser Formen lässt ein und denselben Kaffee ganz individuell schmecken und zur Geltung kommen. Womit wir am entscheidenden Punkt wären…

Eine Auswahl der Mahou Kaffees
Eine Auswahl der Mahou Kaffees

Kaffee ist definitiv nicht Kaffee. Das hat uns zum Glück sowohl die Welle italienischer Kaffeehaus-Kultur der 90er als auch die – von einigen verhasste – globale Ausbreitung des amerikanischen Unternehmens mit der kleinen Meerjungfrau im Logo deutlich gezeigt. Kaffeebohnen kommen aus verschiedenen Ländern, Anbaugebieten, Höhenlagen. Es sind die Samen bzw. Bohnen mehrerer Arten der Gattung Kaffeepflanze. Sie werden sehr individuell geerntet, getrocknet und fermentiert, bis sie schließlich in einem letzten Schritt zu den uns geläufigen kleinen braunen Bohnen werden.

Je später und mit je mehr handwerklicher Sorgfalt dieser letzte Schritt – die Röstung – erfolgt, desto besser schmeckt das Getränk später in unserer Tasse. Daher haben wir uns zur Aufgabe gemacht, die Menschen und ihre Geschäfte in der Region Köln/Bonn ausfindig zu machen, die selber rösten und uns etwas von ihrem Wissen über Kaffee mitgeben können.

Die Mahou Kaffeerösterei in Porz-Wahn war unsere erste Station. Von außen etwas unscheinbar, kann man hier direkt an der Bar oder an den Tischen auf dem kleinen Platz vor dem Ladenlokal zunächst einmal die unterschiedlichen Mischungen, die angeboten werden per Tasse bestellen und probieren. Aufgrund der vielen Faktoren, die bereits die Qualität und das Aroma des Rohkaffees beeinflussen können, sowie der Verfügbarkeit, sind natürlich auch über die Zeit leichte geschmackliche Unterschiede möglich. Aber genau das macht ja auch den Charme einer kleinen Rösterei aus, in der nicht täglich eine Tonne Ware verschnitten und vakuumverpackt wird.

Mahou Black Label 100% Kaffee
Mahou Black Label 100% Kaffee

Dank der sehr freundlichen und fachkundigen Beratung, haben wir anschließend für uns Freunde eingekauft, während direkt neben uns eine weitere Charge Kaffeebohnen geröstet wurde. Unsere Empfehlungen sind auf jeden Fall die Mischung No.2 für alle Spezialitäten mit Milch, wie Latte Macchiato oder Cappuccino sowie das Herbst-/Winter-Special „Black Label“ mit feinen rauchigen Noten, von dem allerdings nur nur ein Restbestand vorhanden ist. Auf jeden Fall können wir jedem aus der Region nur empfehlen, sich selbst auf den Weg zur Mahou Kaffeerösterei zu machen und die verschiedenen Mischungen und Lagenkaffees zu probieren!

Apfel-Birnen-Nuss Crumble

Apfel-Birnen-Nuss-Crumble frisch aus dem Ofen
Apfel-Birnen-Nuss Crumble frisch aus dem Ofen

Am Wochenende waren wir mal wieder beim Apfelbauern unseres Vertrauens. Wenn man einen solchen direkt in der Region hat, sollte man auch da einkaufen – so zumindest unsere Meinung. Beim Probieren der derzeit noch verfügbaren lagerfähigen Sorten ist uns direkt der Gedanke an diesen Nachtisch gekommen, den wir bislang „nur“ mit Äpfeln hergestellt haben. Aber die Kombination aus Vereinsdechantsbirne und dem kleinen Apfel Rubinette schmeckt schon roh so verlockend, dass wir nicht lange mit der Zubereitung warten konnten.

Zunächst bereiten wir den Streusel-Belag vor. Hierzu werden die Nüsse grob gemahlen oder gehäckselt. Anschließend mit dem Mehl, den Haferflocken, dem Zucker und den Gewürzen vermengen. Das Fett in einem Topf oder in der Mikrowelle vorsichtig schmelzen und dann mit den trockenen Zutaten vermengen. Das geht mit den Händen am Besten. Die Masse wird nun im Kühlschrank zwischengeparkt, damit das Fett und damit die Streusel wieder etwas fester werden können.

In der Zwischenzeit die Zitrone heiß waschen und abreiben, anschließend den Saft auspressen. Dann werden die Äpfel und Birnen geschält, entkernt und in größere Würfel geschnitten. Sofort den Zitronensaft sowie den Abrieb der Schale hinzugeben und durchmengen, damit die Äpfel nicht zu bräunlich werden. Abschließend noch das Mehl, Vanille, Zucker und Zimt hinzugeben und gut vermengen.

Als untere Schicht die Fruchtfüllung in die Auflaufform geben und mit den Streuseln bedecken. Dann kommt die Form in den auf 180°C vorgeheizten Ofen. Die ersten 35 Minuten mit einem Deckel aus Alufolie bedecken, damit die Streusel nicht zu schnell Farbe bekommen. Dann die Folie entfernen und noch einmal 20 Minuten fertig backen. Das Obst sollte weich aber nicht musig sein und herrlich intensiv duften. Nach einer kurzen Abkühlphase kann er dann auch schon gegessen werden.

PS: Der Crumble freut sich auch über eine Kugel Vanilleeis an seiner Seite… 😉

Apfel-Birnen-Nuss-Crumble
Apfel-Birnen-Nuss Crumble