Apfel-Birnen-Nuss Crumble

Apfel-Birnen-Nuss-Crumble frisch aus dem Ofen
Apfel-Birnen-Nuss Crumble frisch aus dem Ofen

Am Wochenende waren wir mal wieder beim Apfelbauern unseres Vertrauens. Wenn man einen solchen direkt in der Region hat, sollte man auch da einkaufen – so zumindest unsere Meinung. Beim Probieren der derzeit noch verfügbaren lagerfähigen Sorten ist uns direkt der Gedanke an diesen Nachtisch gekommen, den wir bislang „nur“ mit Äpfeln hergestellt haben. Aber die Kombination aus Vereinsdechantsbirne und dem kleinen Apfel Rubinette schmeckt schon roh so verlockend, dass wir nicht lange mit der Zubereitung warten konnten.

Zunächst bereiten wir den Streusel-Belag vor. Hierzu werden die Nüsse grob gemahlen oder gehäckselt. Anschließend mit dem Mehl, den Haferflocken, dem Zucker und den Gewürzen vermengen. Das Fett in einem Topf oder in der Mikrowelle vorsichtig schmelzen und dann mit den trockenen Zutaten vermengen. Das geht mit den Händen am Besten. Die Masse wird nun im Kühlschrank zwischengeparkt, damit das Fett und damit die Streusel wieder etwas fester werden können.

In der Zwischenzeit die Zitrone heiß waschen und abreiben, anschließend den Saft auspressen. Dann werden die Äpfel und Birnen geschält, entkernt und in größere Würfel geschnitten. Sofort den Zitronensaft sowie den Abrieb der Schale hinzugeben und durchmengen, damit die Äpfel nicht zu bräunlich werden. Abschließend noch das Mehl, Vanille, Zucker und Zimt hinzugeben und gut vermengen.

Als untere Schicht die Fruchtfüllung in die Auflaufform geben und mit den Streuseln bedecken. Dann kommt die Form in den auf 180°C vorgeheizten Ofen. Die ersten 35 Minuten mit einem Deckel aus Alufolie bedecken, damit die Streusel nicht zu schnell Farbe bekommen. Dann die Folie entfernen und noch einmal 20 Minuten fertig backen. Das Obst sollte weich aber nicht musig sein und herrlich intensiv duften. Nach einer kurzen Abkühlphase kann er dann auch schon gegessen werden.

PS: Der Crumble freut sich auch über eine Kugel Vanilleeis an seiner Seite… 😉

Apfel-Birnen-Nuss-Crumble
Apfel-Birnen-Nuss Crumble

Apfelstrudel in der thailändischen Provinz

Viele kulinarische Gelüste auf europäische Küche können einen plagen, wenn man bereits mehrere Jahre als Farang, also „Fremder“, mit seiner Familie in Thailand lebt. Ganz überraschend kam der Wunsch meines Bruders also nicht – nachdem sämtliches Weihnachtsgebäck vernichtet war – einen leckerer Apfelstrudel aufgetischt zu bekommen.

Trotz der Tatsache, dass der Apfel ursprünglich aus (Vorder-)Asien stammt und eine enorme Sortenvielfalt besaß, werden in Thailand neben dem säuerlichen, aber weitestgehend geschmackfreien Granny Smith überwiegend süße Äpfel angeboten. Die klassischen, zum Backen geeigneten „alten“ Züchtungen wie Cox Orange und Boskoop oder einen Elstar gibt es hier nicht. Aus diesem Grund führte mein erster Weg in diverse Supermärkte und auf den Wochenmarkt (Talat). Ich kaufte alle verfügbaren Apfelsorten und probierte diese erstmal roh, dann gekocht. Dabei kam heraus, dass neben dem chinesischen Fuji nur noch der Royal Gala gut geeignet war. Beide haben zwar nicht viel Säure, werden aber beim Dünsten langsam weich, sodass sie sich zum Backen eignen.

Apfelstrudel, frisch aus dem Ofen
Apfelstrudel, frisch aus dem Ofen

Der zweite Schritt war dann die Auswahl des Teiges. Einen klassischen Strudelteig hätte ich hier gut herstellen können, mein Bruder wollte aber einen Blätterteig. Da es nahezu unmöglich ist, bei 37 Grad in der Küche längere Zeit mit kalter Butter zu arbeiten, musste ich auch hier etwas suchen. Nach ein oder zwei vergeblichen Anläufen fand ich im spezialisierten Backbedarf eine Packung Puff Pastry.

Die nächste Hürde stellte der einflammige Gas-Backofen in der Küche meines Bruders dar. Es bedurfte einiger Tricks, dass der Strudel nicht unten anbrannte und auf der Oberseite leichenblass blieb. Das ist mir sehr gut gelungen, wie ich finde… 🙂

Nun noch zur Zubereitung: Die Äpfel habe ich geschält und gewürfelt und mit dem Saft der Zitrone beträufeln. Anschließend mit Zimt und Zucker bissfest dünsten, dann die gestiftelten Mandeln unterheben. Die Apfelmasse abkühlen lassen. Da ich keinen bereits ausgewalzten Blätterteig bekommen konnte, musste ich meinen in der Zwischenzeit erst einmal ausrollen. Wer bereits gerollten Teig bekommt, verwendet natürlich gerne diesen. Das mittlere Drittel, wo die Äpfel platziert werden sollen, mit Panko bzw. Paniermehl bestreuen. Die abgekühlte Apfelmasse auflegen, dann den Blätterteig von beiden Seiten überlappend schließen und quer einschneiden.

Milch und Eigelb verquirlen und die Oberseite des Strudeln damit flächig bestreichen. Den Strudel im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten goldbraun backen. Aber Achtung: jeder Backofen ist anders, Temperatur und Bräunung bitte gelegentlich prüfen. Nach dem Abkühlen den Strudel reichlich mit Puderzucker bestreuen.

Meine thailändische Familie war vom Ergebnis begeistert und hat den Strudel zusammen mit einer selbstgemachten Vanillesoße ruckzuck verspeist.

Apfelstrudel im Anschnitt
Apfelstrudel im Anschnitt

Peanut Butter & Co Cookbook

Peanut Butter Banana Bread
Peanut Butter Banana Bread

Wir lieben Erdnussbutter! Und so haben wir drei es uns nicht nehmen lassen, bei unserem letzten New York Trip einen Abstecher zu Peanut Butter & Co zu machen, einem kleinen Sandwichladen im Süden Manhattans zu machen. Das wirklich Tolle ist, dass „The Peanut Butter Guy“ Lee Zalben nicht einfach irgendeine Erdnussbutter verwendet, sondern seine eigene. Gleich 10 verschiedene Sorten, dabei natürlich die klassischen mit und ohne Erdnussstücken, aber auch welche mit Ahornsirup, Zimt und Rosinen oder mit feurigen Gewürzen. Ein Traum, den man sich zumindest in den USA auch außerhalb von NYC gönnen kann, denn Lee Zalbens Erdnussbutter wird in vielen Supermärkten verkauft.

Zu unserer großen Freude hat auch Lee Zalben ein Kochbuch, das „Peanut Butter & Co Cookbook“ herausgebracht, welches sich – wie könnte es auch anders sein – natürlich in unserer Kochbuchsammlung befindet. Neben klassischen Sandwiches wie PB&J und dem Elvis (Erdnussbutter, Banane und Bacon) finden sich auch einige herzhafte Rezepte und tolle Dessertvarianten.
Für das 1. Bonner Foodcamp haben wir auch endlich eine Gelegenheit gefunden, das Peanut Butter Banana Bread zu backen und wir – und soweit wir das mitbekommen haben auch die Teilnehmer des Foodcamps waren absolut begeistert von diesem Brot.

Peanut Butter & Co. Cookbook
Peanut Butter & Co. Cookbook