Christine Sinnwell-Backes: Pancakes

Koch und Backbücher sind eine heimliche Leidenschaft von mir. Dabei kommt es auf ausgefallene Rezepte, gute Beschreibungen und wunderschöne Bilder an. Denn genau die Bilder sind es, die einem Lust darauf machen, das Rezept nachzumachen.

Pancakes kommen bei uns sonntags durchaus mal auf den Frühstückstisch. Dabei lieben wir unser wunderbares Rezept mit Buttermilch. Vielleicht sollten wir euch auch einmal daran teilhaben lassen? Was meinst du, Sven?

Als ich auf dieses Buch gestoßen bin, das mir freundlicher Weise für eine Rezension zur Verfügung gestellt wurde, war ich voller Vorfreude, welche unerwarteten Twists Christine Sinwell-Backes dem locker-fluffigen Gebäck wohl verleihen würde. Ideen, auf die wir bisher selber nicht gekommen sind.

Die Pancakes sind in drei Kategorien eingeteilt: süß, herzhaft und Art 😉 Neben den klassischen Pancakes mit Ahornsirup und Butter oder mit Äpfeln und Zimt (dafür braucht es das Buch nicht), finden sich tatsächlich ein paar nette Abwechslungen, wie Orangen-Ricotta-Pancakes oder Blaubeer-Polenta-Pancakes. Aber auch Pancakes mit Bacon und Käse. Aber alles in allem keine große, neue Pancake-Offenbarung.

Auch von der Pancake-Art hätte ich mehr erwartet, denn wir alle haben in unseren Timelines schon zig wunderbare Pancake-Kunst gesehen, beispielsweise von Darth Vader oder anderen. Da können Bärchen und Schafe aus diesem Buch nicht mithalten, aber jeder fängt ja mal klein an.

Wer jedoch keine Stunden im Web verbringt, auf der Suche nach Inspirationen, um seine Frühstücks-Pancakes etwas ausgefallener zu gestalten, der wird mit diesem Buch wahrlich seine Freude haben.

Christine Sinwell-Backes: Pancakes
Verlag: Bassermann Inspiration
Seiten: 75
ISBN: 978-3-8094-3614-0

 

Sonia Lucano: Detox Wasser

Sonia Lucano: Detox WasserÜberall hört man, wie wichtig es ist, ausreichend zu trinken. Doch wer von uns schafft es schon, auf seine mindestens 2 Stunden am Tag zu kommen? Ich ehrlich gesagt nicht, auch wenn mir im Büro immer Wasser und Tee zur Verfügung stehen. Ich versuche mich mit kleinen Tricks selbst zu betuppen. Sei es das immer präsente Wasserglas, die Lieblingstasse oder auch der Strohhalm. Doch wenn der Geschmack nicht stimmt, dann helfen auch diese Tricks meist nur mäßig.

Vergangenes Jahr habe ich bereits eine Trinkflasche mit eingebautem Obstbehälter gekauft und seither trinke ich deutlich mehr. Doch über die Mischung Limette & Minze bin ich bisher nicht hinaus gekommen. Daher war ich sehr gespannt auf Sonia Lucanos „Detox Wasser – zum Kuren, Abnehmen und Wohlfühlen“, welches ich speziell vor dem Hintergrund „ausreichend trinken“ und nicht so sehr Abnehmen getestet habe.

Die wichtigste Frage, die ich mir vorab gestellt habe: Hat Sonia Lucano wirklich neue Anregungen für mich zu bieten?
Ja und nein 🙂 Natürlich sind einige Rezepte darin enthalten, die ich kenne oder die absolut logisch sind, wie beispielsweise alle möglichen Zitrusfrüchte zu mischen. Aber auch einige neue Anregungen!

Lohnt es sich, dieses Buch zu kaufen? Ja, aus meiner Sicht schon. Auch wenn man sich bei Pinterest und Co wunderbar viele Rezepte für aromatisiertes Wasser zusammen suchen kann. Man sollte jedoch auch ein paar Dinge beachten:
– Die Mischung stimmt nicht mit dem Bild dazu überein. Man benötigt viel mehr Einlage (wie auch im Rezept angegeben), um das Wasser zu aromatisieren. Im Bild sind jedoch nur ganz wenig Scheiben Obst/Gemüse im Bild zu sehen.
– Eiswürfel… diese werden laut Rezept direkt bereits beim aromatisieren hinzu gegeben und sind nach einigen Stunden ziehen auf den Bildern immer noch zu sehen.
Bilder in Koch- und Backbüchern kommen nie an das heran, das wir uns selber zubereiten. Schließlich sind wir alle keine Fooddesigner, auch wenn einige Blogger hier schon wahnsinnig tolle Bilder erstellen können. Kochbücher richten sich aber ja auch eher an das „einfache“ Volk 🙂

 

Sonia Lucano: Detox Wasser – zum Kuren, Abnehmen und Wohlfühlen
Verlag: Bassermann Inspiration
Seiten: 80
ISBN: 978-3572082162

Buch bei amazon.de kaufen.
Und wer noch eine schöne Trinkflasche dazu braucht… kann hier schauen 🙂

Rom: Trastevere Food-Tour

eating_italyWenn Foodies reisen, dann wird das Internet vorab durchforstet, was das Zeug hält: Yelp Eselsohren werden gespeichert, Facebook-Seiten geliked und alle möglichen Anthony Bourdain Folgen zu Stadt oder Region durchforstet. Zumindest sehen unsere Reisevorbereitungen durchaus so aus. Uns läuft quasi bereits Wochen vor der Abreise das Wasser im Mund zusammen. Meist landen dabei auch deutlich mehr Restaurants und Cafés auf unserer Liste, als wir wirklich besuchen können, man will ja vorbereitet sein! 😉

Für Rom haben wir unsere Foodie-Leidenschaft um ein Vielfaches verstärkt ausleben können, denn wir haben dank EATING ITALY gleich eine ganze Food-Tour durch Trastevere, ein aufstrebendes Viertel abseits des regulären Touristenstroms, machen können. Es war wirklich köstlich und wir haben gleich noch eine Menge über Produzenten und Produkte gelernt. 🙂

Sebastiana, gebürtige Sizilianerin, in den USA aufgewachsen, zeitweise in Barcelona gelebt und Gründungsmitglied der EATING ITALY TOURS ROME empfing uns in einem kleinen verschlafenen Café mitten in Trastevere, abseits der üblichen Attraktionen und Reisebusse. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde (neben uns eine Familie aus Mill Valley/San Francisco, ein Paar samt Freundin aus Toronto und eine weitere Freundin aus London) mussten wir alle DAS italienische Gericht benennen, das wir auf eine einsame Insel mitnehmen würden… bei mir ganz klar Pasta Carbonara!

Frühstück

Nach der Vorstellungsrunde hatten wir gerade einmal einen Weg von ca. zwei Metern zurück zu legen bis zu unserer ersten Station: die PASTICCERIA TRASTEVERE. Als Frühstücks-Nation sind die Italiener ja nicht so berühmt. Eine Tasse Kaffee und ein meist süßes Gebäckstück müssen reichen. Daher gab es hier zum Auftakt traumhaft luftige Bignés mit Zabaglione-Füllung. Aber auch Cornettos und Kekse aller Art findet man hier. Wer es noch nicht weiß: in Italien zahlt man Gebäck in der Regel nicht nach Stück, sondern nach Gewicht…

Die Bignés waren jedenfalls ein perfekter süßer Start in unsere Food-Tour.

PASTICCERIA TRASTEVERE
Via Natale del Grande, 49
yelp

Käse

Weiter ging es… zur nächsten Kreuzung und einmal rein in den nächsten Laden. Die ANTICA CACIARA ist ein wunderschöner kleiner, familiengeführter Laden, der neben Käse und Wurst auch alles im Angebot hat, was das italienische Herz begehrt: Pasta, Wein, Öl, … Warum also in große Supermärkte fahren, wenn man alles in der Nachbarschaft hat und der Verkäufer einem sogar noch die Namen der Schafe nennen kann, von denen der Käse stammt. Ja genau das ist hier der Fall, denn der verkaufte Pecorino Romano stammt tatsächlich von den Schafen des eigenen Bruders.

Hier durften wir zwei Käsesorten gegeneinander testen:

  • Parmesan, oder besser Parmigiano Reggiano
  • Pecorino

Was mir bis dahin auch nicht ganz klar war: wir Deutschen reiben ja immer gerne Parmesan über unsere Pasta – die Römer nehmen selber lieber Pecorino, da dieser salziger ist. Der geschmacklich intensivere aber auch deutlich teurere Parmesan wird dagegen lieber am Stück zu einem Glas Wein genascht.

ANTICA CACIARA
Via di San Francesco a Ripa, 140
yelp

Supplì

Kaum aus der Tür heraus und nochmal gefühlte 3 Schritte weiter gab es dann den ersten Mittagssnack – und diesen ganz stilecht auf die Hand. Supplì (und ihre größeren Verwandten, die Arancini) sind bei uns nicht wirklich sonderlich bekannt. Ich selbst hab sie auch erst vor ein paar Jahren in der Toskana das erste mal probiert. Arancini sind die sizilianische Variante der gefüllten Bällchen aus Risotto, die mit einem Ragu oder Käse gefüllt und in einer Panade frittiert werden. Bei den Supplì handelt es sich um einen Reis, der bereits mit Sugo gekocht bzw. vermischt wird. In der Mitte des Bällchens findet sich zudem noch ein Kern aus Mozzarella (durch das Frittieren schön angeschmolzen). Mein absolutes Highlight auf dieser Tour, denn ich liebe Käse und der Reis war wunderbar fruchtig durch die Tomatensauce.

I SUPPLÌ
Via di San Francesco a Ripa, 137
yelp

Porcchetta

Was bisher auf unserer Speisekarte noch fehlte: ganz klar Fleisch! 😀 Dem hat Sebastiana aber dann auch gleich in der ANTICA NORCINERIA mit einem Porchetta-Sandwich Abhilfe geschafft. Wunderbar saftiger Spießbraten, der hauchdünn geschnitten auf einer Pizza Bianca (weiße Pizza, ohne Tomatensauce, nur mit Olivenöl und Salz bestrichen) serviert wurde. Die Mehrheit unserer Gruppe kürte diesen Stopp auch zum Highlight der Tour mit insgesamt vier Stimmen (man bedenke: drei Personen haben kein Fleisch gegessen…). Der Braten wird auch tatsächlich von der ANTICA NORCINERIA selbst gemacht: gewürzt und 6 Stunden über dem Holzkohlefeuer langsam gegrillt. Da schmeckt man die gute Qualität des Fleisches und die gute Zubereitung. Wahnsinnig lecker!

ANTICA NORCINERIA
Via Natale del Grande, 16

Obst & Schinken

Nächster Halt: Markt. Mitten in Trastevere findet sich ein kleiner Nachbarschaftsmarkt, dessen Stände bereits seit mehreren Generationen in den Händen der selben Familien sind. So konnten wir auf dem MERCATO DI SAN COSIMATO gleich drei Generationen einer Händler-Familie begrüßen und uns von ihnen mit etwas Obst und Schinken verwöhnen lassen. Zu den Obstspießen aus Melone und Erdbeere wurden uns zwei Schinken gereicht:

  • Prosciutto di Parma (der Klassiker)
  • Prosciutto di Bassiano (aus der Region Latium rund um Rom)

In der Kombination, aber auch einzeln absolut lecker. Kleine Anekdote am Rande: Unsere Mitfutternden aus Toronto waren mehr als schockiert, dass der Marktstand nebenan doch tatsächlich Pferdefleisch verkaufte. Für uns als Rheinländer, die zumindest die Tradition des Sauerbratens aus Pferdefleisch kennen, kein wirklicher Schock. Doch es war lustig, dies mit anzusehen und zu hören… 😉

SAN COSIMATO MARKET
Piazza di San Cosimato

Eis

Nach der ganzen Futterei wurde es dann auch endlich einmal Zeit für eine kleine Verschnaufpause: ein Eis musste her. Denn Eis geht ja bekanntlich immer und in Italien – so Sebastiana – durchaus auch zwei mal am Tag.

Sebastiana machte mit uns einen kleinen Exkurs in die Eiskunde, denn nicht überall gibt es gutes bzw. „echtes“ Eis. Viele Gastronomen rühren ihr Eis nur aus Pülverchen an und stellen somit kein ECHTES Eis mehr her. Auch in Italien gibt es hier durchaus Beispiele für. Aber es gibt zwei Eissorten, an denen man gut erkennen kann, ob das Eis handgemacht oder mit Zusatzstoffen versehen ist:

  1. Pistazie: ist nie giftgrün sondern eher bräunlich-grün mit einem eher erdigen Ton. So wie Pistazien eben aussehen. Wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich garnicht, ob ich in Deutschland schonmal „echtes“ Pistazieneis gegessen habe. Ich glaube, ich kann mich hauptsächlich an grünes Eis erinnern, das mir nichtmal schmeckt. Aber hier bin ich wirklich ein Fan von Pistazieneis geworden.
  2. Banane: sind nicht gelb, denn wir essen ja nicht die Schale, sondern nur das, was sich darunter verbirgt… entsprechend ist das Eis auch eher bräunlich, denn es werden sehr reife Bananen für die Zubereitung verwendet.

Bei FATAMORGANA haben wir neben den Klassikern auch eher ungewöhnliche Eis-Kompositionen ausprobieren können. Und es hat sich wahrlich gelohnt.

Ich hatte: Basilikum, Walnuss, Honig und Zimt
Sven hatte: Weiße Mandel und Melone

FATAMORGANA
div. Standorte
Homepage

Wein & Pasta

Nach einem etwas längerem Spaziergang sind wir dann mehr oder weniger erneut hungrig in einer Weinbar eingekehrt. Zunächst wurden wir in den Weinkeller geführt, der mehr als 12.000 Flaschen Wein beherbergt. Dort gab es eine kurze Einführung durch die beiden Schwestern Ferrara, die seit über 25 Jahren ihre Gäste kulinarisch verwöhnen ohne ihre Bodenständigkeit zu verlieren.

Und dann war nach den ganzen Snacks endlich Zeit für das Mittagessen! 🙂 Wir bekamen wunderbare selbstgemachte Pasta: Trofie liguri mit Pesto Genovese, Tonnarelli Cacio e Pepe, Ravioli con Ricotta. Während die beiden ungefüllten Nudeln trotz der Einfachheit der Zubereitung durch die Qualität der Zutaten bestachen, waren die gefüllten, mit einer wunderbar ausgewogenen Tomatensoße servierten Ravioli ein absoluter Traum. Noch nie haben wir eine solche fluffige und zart schmelzende Füllung in einer Nudel essen dürfen. Das Spiel von Säure und Süße in der Soße harmonierte bestens zur Pasta. Einfachheit sticht auch hier Chichi. Dazu wurden – ebenfalls ganz bodenständig – der „Hauswein“ in Weiß und Rot sowie Wasser serviert.

ENOTECA FERRARA
Piazza Trilussa, 41
Homepage

Kekse

Vollkommen glücklich und zufrieden rollten wir uns dann noch in eine Backstube, in der in einem monströsen, die Dimensionen des kleinen Ladens eigentlich sprengenden Backofen (oder besser Backstraße) köstliche Kleingebäcke produziert. Frisch aus dem Ofen durften wir dann Brutti e Buoni, eine in ganz Mittelitalien sehr beliebte Nußmakrone mit etwas unförmiger Optik (daher der Name) und Zitronenkekse mit Aprikosenfüllung probieren. Beide sehr lecker… 😛

BISCOTTIFICIO ARTIGIANO INNOCENTI
Via della Luce, 21

Dessert

Der Abschluss der Tour war dann noch eine römische Abwandlung der Creme brulee in einem Restaurant namens Spirito di Vino, in dessen Gemäuern bereits vor 2000 Jahren eine jüdische Synagoge beheimatet war und das zu den Gründungsvätern der Slow Food Bewegung gehört. Auf dem Niveau des ehemaligen Erdgeschosses befindet sich heute ein großer Weinkeller mit feuchtem aber überaus konstantem Klima. Zum Schutz vor Überschwemmungen wurde das Straßenniveau über die Jahrhunderte immer weiter angehoben, was an den verschiedenen Schichten Mauerwerk im heutigen Keller ablesbar wird. Ein überaus interessantes Stück römischer Geschichte, das den Nachtisch leider überstrahlte.

SPIRITO DI VINO
Via dei Genovesi, 31 a/b
Homepage

[metaslider id=1792]

Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke

Wenn draußen so langsam wieder wärmer wird, ist es natürlich auch erneut Zeit für unsere erfrischenden Eis am Stiel Kreationen. Dann freue ich mich auch auf laue Abende auf der Terrasse mit einem Glas leckeren Gin Tonic. Was liegt also näher als Beides miteinander zu kombinieren?!?

Mit dem Aufstieg des Gin zu einem absoluten In-Getränk in den letzten Jahren (endlich auch in Deutschland), hat sich auch in Sachen Vielfalt und Geschmacksnuancen einiges getan… Meine persönlichen Favoriten sind die eher frischen Vertreter der Zunft, wie der Hendrick’s mit seinem tollen Gurkenaroma oder die stärkeren Zitrusnoten eines Larios 12 oder The Botanist. Erstgenannter ist in Kombination mit etwas Salatgurke auch als Eis ein sehr guter Begleiter für den Feierabend im Gartenstuhl.

Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke
Eis am Stiel: Gin Tonic mit Gurke

Los geht es mit der Herstellung einer kleinen Menge Sirup, denn ganz ohne Einsatz von Zucker fehlt mir das passende Mundgefühl. Für den Sirup den Zucker mit den 150 ml Wasser und der Limettenschale aufkochen und anschließend wieder abkühlen lassen. Vor der weiteren Verwendung die Schale der Limette entfernen und anschließend mit den übrigen Zutaten kurz verrühren. Die Mischung in die Eisformen abfüllen und pro Eis zwei oder drei dünne Scheiben Gurke hinzufügen.

Mindestens 24 Stunden durchfrieren lassen, durch den Alkohol im Eis friert es nicht ganz so gut wie gewohnt und schmilzt etwas schneller.

 

Buttermilch-Waffeln

Buttermilch-Waffeln mit Sahne und Himbeeren
Buttermilch-Waffeln mit Sahne und Himbeeren

Was macht man nicht alles am Wochenende, um von der anstrengenden Arbeitswoche zu entspannen? Wir haben uns das KitchenAid Waffeleisen ausgeliehen und prompt unser Wochenende zum Waffelwochenende erklärt. Warum ausgeliehen? Naja, wir müssen ja erstmal schauen, wie uns das Waffeleisen gefällt, bevor wir stolze 300 € für sowas ausgeben.

Unser erstes Waffelrezept, dass es zu erproben galt, waren die Buttermilch-Waffeln mit einem Hauch Zimt und Vanille.

Los geht es mit der Butter, die in einem Topf erhitzt wird, bis sie leicht braun ist. Die dabei austretenden Butterflöckchen einfach abschöpfen. Die braune Butter kann nun erstmal in Ruhe auskühlen, während die weiteren Zutaten vorbereitet werden.
In der Küchenmaschine Eier, Salz, Zucker sowie Zimt und Vanillepulver einige Minuten schaumig schlagen und anschließend noch Vanilleextrakt untermischen. Bei langsamerer Geschwindigkeit dann die gebräunte Butter in dünnem Strahl dazu geben.
In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver und Backsoda vermischen. Nun zur Eimasse abwechselnd Mehlmischung und Buttermilch zugeben, bis ein schöner glatter Teig entstanden ist. Sollte der Teig noch zu flüssig sein (so wie Pfannkuchenteig), noch 1 – 2 EL Mehl hinzufügen. Waffelteig ist etwas zähflüssiger als Pfannkuchenteig.
Jetzt können die Waffeln endlich gebacken werden. Dazu das Waffeleisen eurer Wahl aufheizen, gut fetten und die Waffeln darin goldbraun ausbacken. Die fertigen Waffeln können nun noch etwas auf dem Kuchengitter auskühlen.
Buttermilch-Waffeln schön mit Puderzucker, Obst und Sahne anrichten und einfach nur genießen 🙂
Und unser Fazit zum Waffeleisen: Es ist definitiv sein Geld wert und wir werden jetzt ein wenig sparen, damit es bald (in der richtigen Farbe) bei uns einziehen kann.
Buttermilch-Waffeln mit Sahne und Himbeeren
Buttermilch-Waffeln mit Sahne und Himbeeren

Madeleines

Madeleines
Madeleines

Von dem Geburtstags-Gutschein meiner Kollegen habe ich mir eine Madeleine-Form (samt Backbuch) gekauft. Madeleines sind wunderbare, kleine französische Gebäck-Häppchen, sehr fein und saftig, die perfekt zum Kaffee oder auch einfach so zwischendurch schmecken. Endlich hab ich auch eine eigene Rezeptur dafür gefunden, so dass auch meine Kollegen sehen konnten, dass ihr Geschenk wirklich gut investiert wurde. 😀

Zunächst die Butter in einem Topf schmelzen und Honig sowie Vanilleextrakt hinzu geben. Die Mischung anschließend auskühlen lassen. Eiweiß mit dem Puderzucker gemeinsam aufschlagen. Hier etwas Geduld aufbringen, da es schon mind. 5 – 8 Minuten dauert, bis der Eischnee die richtige Konsistenz hat.

In einer separaten Schüssel Mehl, Mandelmehl, Backpulver, Zitronenabrieb und Gewürze vermischen. Anschließend immer abwechselnd etwas von der Mehlmischung und etwas von der Buttermischung zur Eiweißmasse geben, bis sich alles zu einem schönen glatten Teig verbunden hat. Dieser muss nun für mindestens 1 Stunde, besser über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Ofen auf 200 ° C Umluft vorheizen. Währenddessen sollten die Madeleine-Formen mit Butter oder Backtrennspray gefettet werden, damit die Madeleines nachher nicht in der Form kleben bleiben. Die Form nun zu 2/3 füllen und für 5 bis 8 Minuten bei 200 ° C backen. Anschließend dann auf 180 ° C runter drehen und weitere 3 bis 4 Minuten backen. Die Madeleines werden schön golden am Rand, sollten aber weiterhin schön nachgeben.

Die Madeleines sofort aus der Form nehmen und auskühlen lassen. Vor dem Servieren können die Madeleines noch mit Puderzucker bestäubt oder mit Zuckerguss glasiert werden. Anschließend nur noch genießen.
Und was sagen meine Kollegen dazu?

Super saftig, einfach nur schlotzig! 🙂

Kanelgifler (Dänische Zimtschnecken)

Dass wir Zimtschnecken – genauer genommen sogar Zimt – in allen möglichen Varianten lieben, ist kein Geheimnis. Wenig verwunderlich also, dass wir uns, nachdem wir 2015 in Dänemark waren, nun an die dänische Variante der Zimtschnecken Kanelgifler herangewagt haben. Sie basieren wie unsere klassische Zimtschnecke auf einem Hefeteig, haben jedoch in der Füllung neben dem Zimtzucker noch eine Vanille-Creme. Vor einigen Monaten habe ich in einem dänischen Blog ein Rezept gefunden, welches ich dank Google Translator notdürftig übersetzt und notiert hatte. Leider aber unvollständig, weswegen ich also sehr stark improvisieren musste. Denn zu meinem Glück, ist der Blog nicht mehr existent.

Kanelgifler á la Mit Esser

Los geht es mit dem Hefeteig: Hefe in lauwarmem Wasser, Zucker und Salz auflösen und mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Diesen abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 – 2 h gehen lassen.
Nun die Creme vorbereiten, damit diese bis zur Verwendung abkühlen kann. Dazu zunächst 1-2 EL der kalten Milch und die Speisestärke bei Seite stellen. Eigelb, Zucker, Vanille und Milch verrühren und langsam erhitzen, anschließend die mit Milch angerührte Speisestärke mit dem Schneebesen unterrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Die Mischung aufkochen lassen und unter Rühren wieder abkühlen.

Kanelgifler
Kanelgifler

Sind die 2 Stunden um, zunächst den Backofen auf 210° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Der Teig sollte nun richtig gut aufgegangen sein. Diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, so dass ein Rechteck entsteht. Die weiche Butter auf dem Teig verstreichen. Dabei so viel Butter verwenden, dass der ganze Teig eine glänzende Schicht hat. Darauf nun Zucker und Zimt verstreuen. Dabei könnt ihr die Zimt- und Zuckermengen ganz nach eurem Belieben wählen. Zum Abschluss wird nun noch die Creme darüber verstrichen und der Teig von der länglichen Seite her zu einer Rolle gefaltet. Nun noch gleich große Stücke abschneiden und die Oberfläche mit Eigelb bestreichen.

Nach nur ca. 10 Minuten Backzeit können die wunderbar saftigen Kanelgifler genossen werden 🙂

Hallo Welt!

Willkommen zur deutschen Version von WordPress. Dies ist der erste Beitrag. Du kannst ihn bearbeiten oder löschen. Und dann starte mit dem Schreiben!

Heidesand

Heidesand
Heidesand

Weiter geht es mit unserer Weihnachtsbäckerei und wieder mit einem Rezept aus dem Fundus meiner Großmutter: Heidesand. Leckere Plätzchen mit einem Zuckerrand. Ich habe sie dieses Jahr das erste mal gebacken und muss sagen, dass ich ein klein bisschen Übung brauchte, bis die Plätzchen auch ja schön rund geblieben sind. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, oder? 😉

Zunächst werden alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet. Den Teig anschließend portionieren und zu festen Rollen formen. Die Rollen in Frischhaltefolie einwickeln undmindestens 1h, besser jedoch über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 170° C Umluft vorheizen. Nun nach und nach die Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen und wie folgt bearbeiten:

Heidesand Teigrolle
Heidesand Teigrolle

Die Teigrolle aus der Frischhaltefolie nehmen und mit Eigelb bepinseln. Anschließend die Teigrolle in Zucker wenden – am besten in einer Auflaufform.

Nun gleichmäßig Plätzchen abschneiden – dabei vorsichtig sein, so dass die runde Form erhalten bleibt. Hier brauchte ich ein bisschen Übung, bis ich den Dreh raus hatte.
Plätzchen auf einem Backblech 10 – 12 Minuten goldgelb backen.